auffallen

Warum solltest du anders sein? 

Weil du selber klarer bist darin was DU machst, was du kannst, was du nicht anbietest oder schlicht nicht kannst, worauf du gar keine Lust hast, was du noch verbessern kannst, wo du dich noch hin entwicklen könntest…
Weil irgendwann im Laufe deiner Tätigkeit irgendwann ohnehin ein Kunde daher kommt und dich auf einen Mitbewerber anspricht. Sätze wie: „XY macht aber das zu dem Preis auf die Art und Weise“ kommen garantiert. Darauf gekonnt zu antworten, ist Gold wert!
Weil du dich so bereits in deiner Außendarstellung deutlich unterscheiden kannst und die Kunden schneller sehen, wer was macht und wer der richtige Anbieter für sie ist.
Viele meiner weiblichen Mitbewerber sind z.B. deutlich „weicher“ als ich. So könnte man es wohl bezeichnen. Da geht es um Berufung, das Herzensbusiness, Traumkunden, Leichtigkeit im Business – alles richtig, wichtig und auch sinnvoll. Aber nicht meins. Ich bin eher der praktische, klare Typ. Habe ich eine potentielle Kundin, der ich zu zackig bin, verweise ich gerne an meine lieben Kolleginnen. Passt! Ohne Futterneid. Ohne Zickenkrieg. 
Das geht aber nur, wenn ich weiß, wer sich auf meinem Gebiet der Positionierung so alles in der großen weiten Welt tummeln. Damit sind wir beim Marktcheck:

Schritt 1: Kenne deine Mitbewerber

Mal ganz ehrlich, wie viele deiner Mitbewerber kennst du überhaupt? 2-3, so zwischen 5-10, fast alle?
Nicht nur vom Namen, sondern ihr Angebot, ihre Fachschwerpunkte, ihre Preise, ihre Werbung, ihren Social Media Auftritt?
Du sollst sie natürlich nicht stalken und ständig im Auge behalten, aber wann hast du dir das letzte Mal den Markt angeschaut? Möglicherweise zu Beginn deiner Selbständigkeit, weil es da immer heißt „kenne den Markt“. Aber sinnvoll ist das mindestens alle zwei Jahre, wenn nicht sogar jährlich. Es soll ja keine tagelange Studie werden, aber mal eben googeln und die Webseiten checken sollte zeitlich drin sein.
Immer, wenn mir jemand einen Namen nennt mit den Worten: „Kennst du xy, der/die macht auch so etwas wie du.“, dann schau ich mir diese Person genauer an. Macht sie wirklich das Gleiche? Meist wird das von „Nicht-Kennern“ zwar so wahrgenommen, ist aber gar nicht der Fall. Wenn dir also jemand einen möglichen Mitbewerber nennt, nutze die Chance und schau ihn dir an.
Bleibe aber bei der Recherche möglichst objektiv und lasse keinen Neid oder Sonstiges aufkommen. Der Markt ist groß genug, gerade wenn man selber gut positioniert ist und ganz bestimmte Nischen abdeckt.
Was genau solltest du dir ansehen? 

Schritt 2: Kenne die Unterschiede

Wenn jemand wirklich einen ähnlichen Schwerpunkt wie du abdeckt, checke die folgenden Dinge:

  • in welcher Preisklasse arbeitet die Person, 
  • erkennst du die Zielgruppe, 
  • sieh dir das das Corporate Design – welche Farben, Formen, Schriften nutz die Person, 
  • wie tickt dieser Mensch, 
  • wie viel Erfahrung mag er/sie haben,
  •  wie groß ist die Reichweite bereits, 
  • was gefällt dir gut an der Außendarstellung, 
  • startet dein Mitbewerber vielleicht besondere Aktionen und Events,
  • fällt dir eine Sache besonders in den Blick.

Dann kommt der zweite Teil dieses Steps: Jetzt listest du auf, WAS DU ANDERS machst und WARUM

Aus diesen beiden Auflistungen kannst du dir einen Fahrplan für die kommenden Wochen und Monate erstellen.

  1. Was kannst du stärker in den Vordergrund rücken, weil es ohnehin schon mega gut ist?
  2. Welche Dinge kannst du verbessern, wie und bis wann?

Schritt 3: Vergleiche dich nicht

Sooo und jetzt kommt der Haken! Vergleiche dich nicht! Nimm die Unterschiede wahr. Wenn es für dich eklatant schlechter steht in einem Punkt, dann könntest und solltest du daran natürlich etwas ändern. Aber du sollst dich auf keinen Fall schlecht fühlen, dich kleiner machen, in Panik verfallen, alles über den Haufen schmeißen! Jeder ist anders, hat andere Vorraussetzungen wie mehr Zeit, mehr Geld, andere Unterstützung, andere Charaktereigenschaften, andere Ausbildungen, andere Vorlieben. 


WICHTIG: Bitte kopiere deine Mitbewerber nicht. Das wird in den meisten Fällen nicht stimmig. Klar kannst du Dinge, die dir gefallen, für dich adaptieren – das tun wir alle. Aber statt Ideen eins zu eins zu übernehmen, arbeite lieber das heraus, wo DEINE Stärken liegen.

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