Money Mindset

Dein Money Mindset entscheidet!

Das Weihnachts-Marketing-Frühstück im Dezember hatte es dieses Mal in sich – wir haben über das heikle Thema Geld geredet. Denn dein Money Mindset entscheidet über Erfolg oder Misserfolg im Business.

Es war ein so spannendes Thema mit wirklich gutem Input, dass ich dir die Zusammenfassung nicht vorenthalten möchte. Let´s go!

Was ist ein MONEY MINDSET überhaupt?

Money ist klar, oder? Geld, Moneten, Finanzen, Preise…

Mindset = Anzahl der Gedanken, die als TATSACHEN angenommen werden. Nicht „Ich denke, das könnte so sein“ sondern „Das IST so!“ Fataler Fehler…

Es geht also um deine Einstellung zu Geld.

Sprüche, Weisheiten, Zitate, die unser Money Mindset beeinflussen

Sicher hast du schon von diesen oder ähnlichen Aussagen gehört:

  • „Nur mit harter Arbeit verdient man viel.“
  • „Das bezahlt doch keiner.“
  • „Mehr als Summe xy schaffe ich im Monat eh nicht.“
  • „Du verdienst, was du verdienst.“
  • „Umsonst ist noch zu teuer.“
  • „Was nichts kostet, ist auch nichts wert.“

Ein paar andere Sprüche fallen dir sicher auch noch ein. Auffällig ist, dass viele dieser „Weisheiten“ ziemlich negativ behaftet sind. Geld zu haben oder darüber zu reden ist schlecht. Damit müssen wir aufhören!

Dieser Artikel ist keine Anleitung oder Ratschlag zur Preiserhöhung, denn wenn deine Preise nicht mit deinem Mindset zusammen passen nützen dir auch hohe Preise nichts! Aber dazu weiter unten mehr. Es geht mir viel mehr ums Umdenken insgesamt!

Anhand von sechs Gegensätzen trage ich dir mal zusammen, was ich zum Thema Money Mindset wichtig finde.

Money Mindset Gegensatz Nr. 1: ARM vs. REICH

Mal ganz ehrlich: Würdest du von dir selbst behaupten, du wärest REICH? Nicht? Dann steh jetzt mal vom PC auf oder nimm dein Handy mit und schau mal in deinen Kühlschrank. Und wo du schon einmal stehst, wirf noch einmal einen Blick in deinen Kleiderschrank. Und auf dem Rückweg zum Sessel geh noch einmal am Kinderzimmer (sofern vorhanden) vorbei. Lass mich raten, auf gähnende Leere bist du nicht gestoßen oder?

Noch einmal die Frage: Bist du reich?

Reichtum ist eine Sache der eigenen Definition und der Betrachtung. Somit ist derjenige reich, der sich reich fühlt. In der heutigen Zeit, in unserer Region, mit unseren Lebensumständen können wir uns so gut wie alles leisten, was wir wirklich wollen. Es geht nicht um die 1,2 Millionen Villa oder den eigenen Privatjet (wollen wir die WIRKLICH). Sonder um einen (weiteren) Urlaub, die neue Winterjacke oder ein zweites Tablet.

Ich bin jedenfalls reich. Kühlschrank, Kleiderschrank und Kinderzimmer sind voll. Diese eine Erkenntnis hat mein eigenes Money Mindset grundlegend verändert! Es war mein großer AHA-Effekt! Ich kann, wenn ich will!

Money Mindset Gegensatz Nr. 2: MANGEL vs. FÜLLE

Wenn ich Sätze höre wie „Das kann ich mir nicht leisten“ oder „Ich habe nie genug Geld“ (Mangeldenken), bei der gleichen Person aber bereits ein großes Auto, Smartphones für jedes Kind oder die E-Zigarette sehe, dann ist es wohl eher eine Sache der Prioritäten als des Geldes. Man kann sich einiges vielleicht IM MOMENT nicht leisten, weil man sein Geld für anderes ausgibt. Aber grundsätzlich KÖNNTE man schon (Denken in Fülle). Es ist genug Geld da, man muss nur überlegen, wie, wann und wofür man es nützt. Das erfordert nur ein Umdenken und ein Umformulieren!

Money Mindset

Money Mindset Gegensatz Nr. 3: BILLIG vs. TEUER

Noch so eine gemeine Frage: Findest du, dass du für deine eingesetzten Ressourcen (Zeit, Wissen, Erfahrung etc.) angemessen bezahlt wirst?

Wir gehen gleich weiter in die Vollen mit deinem Preis. Wer bestimmt eigentlich deinen Preis? Lässt du dich von der Konkurrenz und ihren Preisen beeinflussen? Drücken die Kunden deinen festgelegten Preis, weil sie ihn für überhöht halten?

Dann solltest du dir ganz schnell klar machen, dass DU deinen Preis festlegst. Die Kunden finden sich. Versprochen. Und die Konkurrenz solltest du zwar im Auge haben, dich aber NICHT VERGLEICHEN!

Aber Vorsicht – wie oben schon angedeutet, bringt dir ein zu hoher Preis auch nichts.

Ein guter Preis funktioniert immer dann, wenn der empfundene Wert größer (oder aber zumindest gleich) dem Preis ist! Womit wir schon fließend beim nächsten Gegensatz sind:

Money Mindset Gegensatz Nr. 4: ÄUSSERER WERT vs. INNERER WERT

Wenn die Kunden diesen Wert nicht erkennen, werden sie den Preis nicht zahlen.

Wenn DU aber ebenfalls nicht überzeugt bist, dass dein Produkt den Preis Wert ist (egal ob viel zu hoch oder zu niedrig), wirst du nicht selbstbewusst verkaufen. Dein Preis muss sich für dich stimmig anfühlen! Noch einmal deutlich: Du bestimmst den Wert für dein Produkt und damit den Preis (nicht die Konkurrenz oder deine Kunden!)

Bis hierhin bezogen sich die „Tipps“ eher auf (um)denken. Ich habe aber auch ein paar Ideen, was du zusätzlich konkret MACHEN kannst:

Money Mindset Gegensatz Nr. 5: SCHLECHTER vs. GUTER UMGANG

Behandle dein Geld gut – dann ist es nämlich gerne bei dir! Abgefahren? Mag sein, aber wenn wir schon mal umdenken in Bezug auf Geld, warum dann nicht auch hier.

Was kannst du tun, um dein Geld „gut zu behandeln“?

Tipp 1: Habe keine Angst vor finanziellen Themen.

Ich kenne Menschen, die haben keinen Überblick über ihre Finanzen, keine Ahnung über ihren Kontostand, über ihre Einnahmen und Ausgaben (ja, sogar mancher Unternehmer scheut sich davor). Aus Angst vor dem Wirrwarr oder den negativen Gefühlen, wenn der Kontostand im Minus ist (aber auch das MUSST du wissen). Sich mit Geld zu beschäftigen ist nichts Schlechtes. Wie so oft im Leben ist der erste Impuls, sich mit Themen gar nicht zu beschäftigen, die einem nicht so liegen. Das ist aber ein Trugschluss, je besser du dich damit auskennst, desto eher verliert ein Thema den Schrecken.

Der 2 handfeste Tipp lautet also: Verschaffe dir einen Überblick!

Tipp 3: Lass die Finger von Schulden. Das gilt für den geliehenen 5er genauso wie für 500 €. Gib aus, was du hast. Mehr nicht! (Ja, Leasing, Hauskauf etc bilden da die Ausnahme)

Tipp 4: Zahle deine Rechnungen angemessen. Das muss nicht sofort nach Erhalt sein – sollte aber auch nicht zu spät erfolgen. Ich kümmere mich immer Freitags um Ein-und Ausgangsrechnungen. Schreibe meine eigenen, bezahle andere und checke die Konten. So geht nichts verloren und ich immer habe den Überblick.

Tipp 5: Räume dein Portemonnaie auf. Kling banal. Ist es auch. Immer etwas Geld in der Börse, damit sich Gleiches zu Gleichem gesellt, aber nicht voll mit Zetteln, so dass gar kein Platz mehr für Geld drin ist! Gönn dir ein neues Portemonnaie, in dem sich dein Geld zu Hause fühlen ;-).

Aaaaber…

Money Mindset Gegensatz Nr. 6: FESTHALTEN vs. LOSLASSEN

Das Geld darf sich bei dir wohlfühlen, was aber nicht heißt, dass du es nie wieder hergeben sollst. Viele Menschen sparen, geben ungerne oder kaum Geld aus, drehen jeden Cent um (auch wenn sie es nicht müssten). Sie halten am Geld fest, aus Angst vor schlechten Zeiten, weil ihre Uroma da schon so gemacht hat (die meisten Glaubenssätze kommen aus der Kindheit bzw. der Familie) oder weil sie auf etwas Großes sparen.

Viele Unternehmer halten an ihren kleinen Preisen fest, weil sie Verlustängste haben. Sie wollen bei einer Preiserhöhung keine Kunden verlieren und damit eventuell dann Umsatzeinbußen in Kauf nehmen müssen. Sie gehen lieber kein Risiko ein. Auch nicht bei Investitionen. Lieber auf Nummer sicher gehen, bevor das hart verdiente Geld wieder verschwindet.

Dabei sind Investitionen in dich oder in dein eigenes Business das, was dich wirklich voranbringt!

Es müssen ja keine waghalsigen Manöver oder Unsummen sein, aber neben meinem AHA-Effekt von oben, ist dies der zweite Meilenstein gewesen, der mich extrem voran gebracht hat.

Mein Vater ist ein Sicherheitsdenker auf jeder Linie und als Finanzbeamter sehr korrekt, auf Rücklagen bedacht (könnte ja irgendwoher eine Nachzahlung kommen). Und extrem risikoscheu. Geld wird nur ausgegeben, wenn es notwendig ist. – nicht aus Geiz, aber aus dem eigenen Mindset heraus.

Dass das Geld gut angelegt ist als Investition musste ich erst lernen. Das fing mit dem Wechsel von Freeware auf kostenpflichtige Software an und geht inzwischen soweit, dass ich das Risiko eingehe, Geld zu verlieren. Das Leben läuft nicht immer glatt, aber deshalb kein (überschaubares) Risiko eingehen, hilft mir nicht. Das erforderte ein komplettes Umdenken, aber die positiven Ergebnisse haben mich überzeugt.

Vielleicht hilft dir die Vorstellung, dass das Leben aus Nehmen und GEBEN besteht. Stell dir vor, wohin dein Geld geht, wenn du es ausgibst. Es wird vielleicht das Taschengeld für die Tochter einer Designerin, wenn du dir eine neue Jacke kaufst. Oder der Biomarkt um die Ecke zahlt es dem Bauern weiter, der das Futter für seine Kühe kauft. Selbst wenn es nicht gerecht ist, die Näherin in einer Fabrik in Bangladesch könnte nicht überleben, wenn keiner die Sachen kauft (Krass, ich weiß, aber korrekt). Wohin geht dein Geld, wem hilft es?

Das Universum ist ein Kreislauf, es kommt zurück, was du gibst. Leere (Vakuum) gibt es im Universum nicht, alles wird wieder aufgefüllt.

Und nur, weil es Tante Frida immer gesagt hat, dass Geld den Charakter verdirbt, heißt es noch lange nicht, dass es stimmt!

Hinterfrage deine Gedanken, denke um, formuliere um und dein Verhältnis zu Geld wird sich radikal verbessern!

 

2 Kommentare
  1. Anja Rödel sagte:

    Liebe Bianca,
    danke für diesen tollen Artikel.
    Das Thema hat mich das ganze letzte Jahr beschäftigt und ich fühle mich schon auf einem sehr guten Weg. Es hilft ungemein, liebevoll an Geld zu denken – Überblick, Klarheit, Kreislauf, Investition in mich selbst usw.

    Ach ja, den Spruch „Geld verdirbt den Charakter“ habe ich von meinen Eltern gelernt. Später dachte ich dann: Nein, Geld verdirbt nicht den Charakter, Geld zeigt den Charakter. 🙂

    Lieben Gruß, Anja

    Antworten
    • Bianca sagte:

      Liebe Anja,

      wie war „Geld zeigt den Charakter“! Das tolle am geänderten Mindset sind die scheinbar aus dem Nichts kommenden Erfolge. „Nur“ umdenken und schon läuft es :-).
      Danke dir für deinen Kommentar dazu, sicher bestärkt er auch andere, sich mit ihrem Geld-Mindset auseinander zu setzen!

      Antworten

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