Delegieren und Positionieren

Wenn du dich spitz positionierst, heißt das, dass du dich auf deine Kernkompetenz konzentrierst! Du machst nur das, was dir am meisten Spaß macht und/oder was du am besten kannst. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass du Aufgaben nicht machen musst, wenn sie dir nicht liegen!

Aber Aufgaben GAR NICHT machen, geht doch nicht. Stimmt!

Aufgaben weglassen ist eine von zwei Möglichkeiten.

Das funktioniert z.B. bei Social Media Kanälen. Du musst nicht überall posten und für jeden Kanal Inhalte erstellen. Hier kannst du getrost einige weglassen. Es reicht, wenn du dich auf EINEN Kanal fokussierst.

Du musst auch nicht den neuesten technischen Hype mitmachen – Es ist vollkommen in Ordnung, wenn du keinen Podcast oder keinen umfangreichen Online-Kurs hast. Diese Aufgaben brauchen zusätzliche Ressourcen, die du vielleicht nicht hast (und vielleicht auch gar nicht brauchst). Sei mutig und lass sie weg!

Ebenso sollte dein Leistungsangebot nur wenige Kernelemente enthalten. Randaufgaben könntest du einfach aus deinem Angebot streichen. Als Friseur musst du keine Kosmetik mit anbieten, als Marketer keine Textleistungen, als Ernährungscoach keine sportlichen Angebote. Ich weiß, der Gedanke liegt nahe. Aber um deine Ressourcen optimal einzusetzen, arbeite in diesen Fällen lieber mit Kooperationen. Hole dir Menschen ins Boot, die mit dir zusammen ein größeres Angebot abdecken. Bleib du bei deinem Kernangebot.
Auch im privaten Bereich kannst du Sachen einfach weglassen – Bügeln oder Fenster putzen wird z.B. total überbewertet – finde ich ;-).

Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit für die Aufgaben, die trotzdem erledigt werden müssen:

Gib Aufgaben ab, die du nicht machen möchtest oder kannst. Delegiere sie!

Delegieren und positionieren

Delegieren heißt, Aufgaben aus dem eigenen Verantwortungsbereich an Menschen abzugeben, die diese BESSER, SCHNELLER oder BILLIGER erledigen können. Somit hast du die Zeit und den Kopf frei für die richtigen Aufgaben. Für die Aufgaben, die (dir) besonders wichtig sind.

Das können Buchhaltung (schneller), Facebook Anzeigen (besser) oder der Hausputz (billiger) sein. Klar kommen jetzt einige mit dem Argument, dass sie das Geld lieber sparen und diese Dinge selber machen.

Mach mit mir eine einfache Rechenaufgabe: Für deine monatliche Buchhaltung brauchst du mehrere Stunden, ein professioneller Steuerberater wahrscheinlich nur die Hälfte der Zeit. Bei gleichem Stundensatz und der Annahme, du würdest deine Zeit nutzen, um bei einem Kunden Geld zu verdienen, hättest du 50% gespart.

Oder nimm die Facebook Anzeigen oder das Design deiner neuen Homepage – vielleicht kannst du diese Dinge auch alleine. Abgesehen von dem Zeitfaktor (s.o.) ist das Ergebnis aber eventuell nicht so hochwertig und erfolgreich wie von einem Profi. Und das kostet dich ebenfalls Geld! Wahrscheinlich mehr als du beim Selbermachen sparst.

Und auch wenn es nicht gerecht ist – eine Putzfrau bekommt nicht so viel Stundenlohn wie du (falls doch, sollten wir dringend darüber noch mal reden!). Eine Stunde selber Fensterputzen kostet dich deinen entgangenen Umsatz!

Wie gehst du das Delegieren am besten an?

Delegiere an die richtige Person

Frage dich, wer für DIESE eine Aufgabe das beste Ergebnis liefert?

Formuliere die zu delegierende Aufgabe möglichst genau

Ein ausführliches Briefing mit Aufgabenstellung UND Erwartungen sind nötig, damit beide Parteien zufrieden sind.

Technische Voraussetzungen

Welche Informationen / Materialien / Zugangsdaten / Vorarbeiten benötigt dein Gegenüber, um die Aufgaben, die du delegieren möchtest, bestmöglich zu erledigen?

Delegieren braucht ein gutes Timing

Auch das Timing muss ausführlich besprochen werden. Wer liefert was wann? So ersparst du dir Zeitdruck, Stress, Verzögerungen und Enttäuschungen.

Gute Kommunikation

Du musst für Rückfragen oder bei aufkommenden Problemen zur Verfügung stehen. Ebenso sollte der Ausführende für dich ansprechbar sein. Genauso wichtig sind regelmäßige Feedbacks. Läuft alles so, wie du dir das vorgestellt hast und wie es vereinbar war? Denn immerhin möchtest du nicht nur einmalig delegieren, sondern diese Aufgaben möglichst langfristig zu deiner Zufriedenheit outsourcen.

Vertrauen

Wenn du Aufgaben delegierst, erwartest du ein Ergebnis. Lass deinem Gegenüber aber offen, wie dieser arbeitet und zu diesem Ergebnis kommt. Das erfordert Mut zum Loslassen. Kaum jemand wird deine Arbeit GENAUSO machen wie du. Aber wie oben erwähnt, bringt dieses Loslassen deutliche Vorteile: „schneller, besser oder billiger“. Wenn du die richtige Person gewählt hast, lässt sich leichter vertrauen, dass das Ergebnis gut wird.

Was hat mich davon überzeugt, Aufgaben zu delegieren?

Ich gebe zu, ich war nie richtig gut im Delegieren. Ich bin der Typ Mensch, der alles unter seiner Fuchtel haben muss, überall die Fäden in der Hand hält und die eh alles am besten selber kann :-). Das hatte zur Konsequenz, dass ich zwar über alles informiert war und ziemlich viel lernte, aber auch ziemlich wenig Zeit und ziemlich viel Stress hatte! Was mich zum Umdenken gebracht hat, war ein einzige Satz in einem Buch über das Manifestieren. Dort stand, dass man bereits im JETZT so denken, fühlen und handeln soll, als hätte man seine Ziele bereits erreicht. Und mir war klar, dass ich einige meiner Aufgaben in Zukunft ganz sicher abgeben wollte. Also habe ich noch am selben Tag Dinge abgegeben. Kleine Sachen an meine Familie, aber auch businessrelevante. Ich mache immer noch viel zu viel selber (behaupten zumindest andere), aber nicht ständig alles selber machen zu müssen, fetzt schon!

Delegieren bedeutet also, dass sich jeder auf das konzentriert, was er am besten kann! Und Positionierung bedeutet das Gleiche :-)!

 

 

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