Bild Kunde ist nicht König

Positioniere dich auch bei deinen aktuellen Kunden

– nicht nur gegenüber deinen Mitbewerbern oder deinen potentiellen Kunden

In meinem Alltag geht es ja darum, dich gegenüber den Teilnehmern am Markt auf eine bestimmte Art und Weise zu positionieren. Mal musst du dein Angebot in die Köpfe von potentiellen Kunden bringen, mal stellst du dein Spezialgebiet im Vergleich zu anderen Dienstleistern deiner Branche heraus.

Aber damit hört deine Positionierung noch nicht auf. Wie du dich gegenüber bestehenden Kunden verhältst, ist ebenso wichtig. Zum einen, um aktuelle Kunden in Wunschkunden zu verwandeln und zum anderen, um dein Selbstbewusstsein und deine Nerven zu schützen.

Denn leider kennen wir sie alle – die Kunden, die im Laufe einer Zusammenarbeit etwas, sagen wir mal unbequem werden. Da wird hier noch eine Zusatzleistung verlangt, ständige Änderungen werden gewünscht, gepöbelt, Termine nicht eingehalten und und und. Die Liste der „Unbequemlichkeiten“ ist da lang.

Die Frage ist, wie gehst du damit nun um. Alles schlucken, dem Kunden alles Recht machen, gegen deine innere Überzeugung handeln?

NEIN! Denn der Kunde ist NICHT König!

Nicht? Aber sagt man das nicht immer? Ja, diese Aussage hören wir alle immer wieder. Mit leicht verärgertem Gesichtsausdruck werden dann Sachen gemacht, die mitunter zu finanziellen Einbußen und zu schwachen Nerven führen.

Ich rede hier nicht von Kundenservice oder der kleinen Gefälligkeit einem netten Kunden gegenüber. Ein korrektes und freundliches Verhalten gegenüber deinen Kunden ist natürlich selbstverständlich. Ich rede von den Nervkunden, bei denen du hinterher sagst, dass du sie lieber vorher nicht angenommen hättest.

Hier heißt es, Selbstbewusstsein und Rückgrat zeigen und dir nicht alles gefallen zu lassen. Hier darf und musst du auch mal NEIN sagen, auf dein vorher erstelltes Angebot verweisen, auf allgemeines Benehmen hinweisen und zur Not sogar die Zusammenarbeit beenden. Soweit sollte es natürlich nicht kommen, aber in den vielen Jahren meiner Selbständigkeit habe ich schon so einige Dinge erlebt und gehört!

Ich bin ganz klar für eine Kommunikation zwischen Dienstleister und Kunde auf Augenhöhe – auf einer Ebene!

Hier wird keiner höher gestellt oder herab gestuft.

Den Einwand „Aber der Kunde bezahlt doch – wenn ich ihn verärgere, habe ich den Kunden und das Geld verloren“ kann ich nicht gelten lassen. Denn der Kunde bezahlt zwar, aber er bekommt eine GLEICHWERTIGE Gegenleistung dafür. Du möchtest das Geld deines Kunden, er möchte von dir eine Leistung, die er braucht und die ihm hilft.

Und auch das Argument „Dann sucht er sich einen anderen Dienstleister“, schmettere ich direkt ab mit einem „Und du suchst dir Kunden, mit denen du viel lieber zusammen arbeitest, die deine Leistung zu schätzen wissen und die dich auch als Mensch respektieren“.

Wer deine Leistung nicht als gleichwertig zur Bezahlung und dich als Unternehmer nicht als ebenbürtig empfindet, der darf nicht auch noch als König behaltet werden!

Ich weiß, diese Art von Positionierung erfordert ein wenig Mut und Selbstbewusstsein. Aber glaube mir, es zahlt sich aus. Am Ende sind es nämlich deine Nerven, die du schonst und es macht doch viel mehr Spaß mit Menschen zusammen zu arbeiten, die deine Leistung zu schätzen wissen und die gerne dafür ihre Gegenleistung – das Geld – geben. Finde und behalte deine Wunsch-Kunden (sie werden dich ebenso als König behandelt wie du sie)!

 

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