Buch Magic Cleaning

Diesen Artikel eine Buchempfehlung zu nennen, wäre untertrieben. Ich beschreibe dir heute, wie ich zu dem Buch Magic Cleaning von Marie Kondo kam und welche beeindruckende Wirkung es auf mich hat!

Magic Cleaning  – Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändern wird

Mal wieder völlig überlastet – zu viele Aufgaben, zu viele Erwartungen, zu viel (eigener) Druck, startete ich dieses Mal in die Herbstferien. Mann und Kinder beschäftigen sich auf dem Spielplatz und unter dem Vorwand, kurz zum Bäcker zu gehen, verschaffte ich mir 15 familienfreie Minuten. Die Alibi-Brötchentüte in der Hand kam ich auf dem Rückweg an einem kleinen Buchladen vorbei. Keine große Ladenkette, sondern noch ein richtiger kleiner Buchladen zum Stöbern. Wie immer wanderte ich direkt zu den Business-Büchern, die aus irgendeinem Grund oft direkt neben den Persönlichkeitsentwicklung-Büchern stehen. Da ich ja nur noch ca. 7 Minuten hatte, überflog ich schnell das Regal und blieb am Titel „Magic Cleaning“ hängen.

Mit dem Wort „Magic“ kriegt man mich immer :-)

Folgende zwei Sätze auf dem Buchrücken machten das Buch mit dem vielversprechenden Titel noch verlockender:

Und die Auswirkungen, die „Magic Cleaning“ tatsächlich auf unser Denken und unsere Persönlichkeit hat, sind noch viel erstaunlicher. Der Generalangriff auf das alltägliche Chaos macht uns zu selbstbewussten, zufriedenen, ausgeglichenen Menschen.

Ok, Selbstbewusstsein ist nicht mein Problem, aber ausgeglichener wäre ich schon gerne.

ABER NICHT GERADE JETZT – die Kinder warteten auf ihre Brötchen und der Mann sicher schon ungeduldig auf dem Spielplatz auf mich. Und auch wenn 10,00 € kein Preis sind für ein gutes Buch, kann ich mir ja nicht ständig neue Bücher kaufen – auf die Dauer wird das nämlich auch ganz schön teuer. Also wanderte das Buch erst einmal zurück ins Regal.

Neuer Tag, neuer Ausflug – zum Karl´s Erdbeerhof. Und auch hier sicherte ich mir meine 15 Minuten Auszeit von der Familie und war hinten „im Shop“ ein wenig stöbern. Zwischen den vielen tollen Kinder- und Kochbüchern war ein neues, ganz kleines Regal mit der Aufschrift: SPENDEN. Darin vielleicht 10 Bücher und ein Mini-Schild: „Karl´s verdoppelt den Verkaufspreis und spendet das Geld für einen guten Zweck“. Welchen weiß ich allerdings nicht mehr, dann meine Aufmerksamkeit war schon bei DEM BUCH. Da stand es wieder. Magic Cleaning – für 2,00 €. Geld gespart UND für einen guten Zweck ausgegeben – was will ich mehr?

Tag 3 der Magic Cleaning Geschichte: Eine Admin aus einer Facebookgruppe, die ich sehr wertschätze, hat genau „mein“ Buch empfohlen und es uns mit den Worten: „Es verändert euer Leben“ ans Herz gelegt.

Mehr Hinweise brauchte mir das Universum nicht zu schicken. Das Buch wollte zu mir und dringend gelesen werden.

Stand ich doch schon länger vor dem Problem, dass ich zwar wusste, dass ich weniger machen muss, nur wovon weniger, war mir nicht ganz klar. Ist doch immer alles wichtig und nichts kann ich davon einfach lassen – so zumindest meine Meinung.

Zurück zum Inhalt des Buches. Marie Kondos Methode umfasst nur zwei Punkte:

1. Es darf nur bleiben, was uns glücklich macht – der Rest wird entsorgt

2. Alles hat seinen Platz

Weil ich euch heute nicht mit privaten Aufräumgeschichten zutexten möchte, komme auch ich gleich zum Punk: Auf einmal war mir klar, wie ich mein Dilemma mit meinen unzähligen Aufgaben lösen konnte – ich kategorisiere sie in drei Bereiche:

A) Ich mache nur noch, was mich glücklich macht. Mit und für Menschen, die mich glücklich machen.

Da die Aufgaben des Lebens allerdings nicht so einfach zu entsorgen sind wie Bücher oder Schuhe gibt es noch

B) Wenn sich Aufgaben / Menschen nicht vermeiden lassen, wird nur noch so wenig Energie und Zeit investiert wie gerade nötig. (Wenn ich es dann auch noch schaffe, etwas Positives an diesen Aufgaben / Personen zu sehen – umso besser!)

C) Alles andere mache ich nicht mehr und sage NEIN! Zu mir und zu anderen.

Bahnbrechend – wenn ich es schaffe. Und ich bin gewillt, es ernsthaft zu versuchen. Denn so wie vorher kann es nicht weiter gehen.

Ach, und natürlich habe ich nicht nur theoretische und persönliche Erkenntnisse aus dem Buch gezogen – die ersten 5 120l-Säcke habe ich gestern schon gefüllt. Nur mit Schuhen und Klamotten. Man, da waren Sachen dabei, die ich nie wieder anziehe oder sogar noch nie anhatte. Sachen, die mir gar nicht mehr passen (es waren übrigens nicht alle zu klein, ein paar auch zu groß :-) ). Sachen, die ich eigentlich nie mochte.

Das Gefühl, sich von Dingen zu trennen, die ihre Dienste längst erfüllt haben, die man nicht (mehr) mag, ist grandios. Erleichternd. Unbeschreiblich. Versuch es!

4 Kommentare
  1. Ulrike sagte:

    Ich hab mir auf deinen Post hin das Buch gekauft und auch mit dem Aufräumen angefangen. Im Moment ist der Papierkram dran… mach Spaß, dann das Ergebnis zu sehen.
    LG Ulrike

    Antworten
    • Bianca sagte:

      Toll, oder? Dann halte mich mal auf dem Laufenden, wie das Aufräumen so läuft. Und ob sich dadurch noch Anderes in deinem Leben geändert hat :-)
      LG, Bianca

      Antworten
  2. Susi sagte:

    Ein toller Tipp, Bianca! Dankeschön. :)
    Ich hab vor ein paar Tagen gleich mal meinen Schreibtisch aufgeräumt und alte Sachen aussortiert. Das ist ein wirklich befreiendes Gefühl und tut einfach gut!
    Alles Liebe,
    Susi

    Antworten
    • Bianca sagte:

      Hallo Susi, der Schreibtisch ist ja schon einmal ein Anfang – wo geht es weiter? ;-) Schön, dass dir der Tipp gefallen hat und cool, dass du sogar gleich mit der Umsetzung angefangen hast! Lg, Bianca

      Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.