Trau dich, ein Experte zu sein

Trau dich, ein Experte zu sein!

Mit der Frage „Experte oder nicht“ ist es wie mit vielen wichtigen Fragen im Leben. Sie spaltet die Menschheit!

Hund oder Katze?

Schokolade oder Chips?

Expertenstatus oder lieber nicht?

In den Coachings stelle ich gerne die Frage: Siehst du dich als Experte? Denn für mich hat die Positionierung als Experte deutliche Vorteile.

Vorteile eines Expertenstatus

Gut für das Selbstbewusstsein

Sich selber als Experte zu sehen und vor allem auch von anderen so gesehen zu werden, kann ein richtiger Boost für das eigene Selbstbewusstsein darstellen. (Selber ausprobiert!) Das hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern ordnet das eigene Wissen im richtigen Maße ein.

Vertrauensvorschuss

Als Experten angesehene Menschen erhalten oft einen Vertrauensvorschuss – man impliziert, dass ein Experte auf seinem Gebiet sehr gut ist – auch ohne einen selbst erlebten Beweis. Da Vertrauen in einen Dienstleiter ein wichtiger Aspekt bei einer Kaufentscheidung ist, kann ein Expertenstatus ein Türöffner sein.

Abgrenzung von der breiteren Konkurrenz

Viele nennen sich nicht Experte (Gründe dafür kommen weiter unten) – stellst du deinen Expertenstatus deutlich dar, kann das zu einer Abgrenzung von der breiten Masse deiner Konkurrenten führen. Du stichst als besonders kompetent aus der Masse hervor!

Bessere Preise

Qualität und Kompetenz kostet! Und das ist auch gut so! Als Experte kannst du deutlich höhere Preise aufrufen als jemand, der in der breiten Masse mitschwimmt

Sogmarketing

Wer echte Probleme hat, der wünscht sich für die Lösung jemanden, der sich wirklich auskennt, eine Person, die sehr gutes Fachwissen hat. Gerade bei Suchmaschinen, Gelben Seiten oder Mund-zu-Mundpropaganda geht es oft um Sekunden, in denen der Suchende sich zwischen 3-5 unterschiedlichen Anbietern entscheidet. Wer wird zuerst angefragt, wer wird mir empfohlen, für wen entscheide ich mich.

Wen wählst du – einen Experten für dein Problem oder jemand, der nett erscheint? Wenn die Kunden auf welchem Weg auch immer von dir erfahren, werden sie DICH anfragen. Kaltakquise adé!

Wenn ich in einer Gruppe die Diskussion zum Thema Experte eröffne, höre ich aber auch immer wieder Gegenargumente.

Nachteile eines Expertenstatus

Es gibt Menschen, die selbsternannten Experten keinen Glauben schenken. Einen Expertenstatus bekommt man verliehen, den vergibt man sich nicht selber!

Wer sich selber Experte nennt, ist ein Blender und ein Angeber. Ein Experte ist wirklich ausschließlich eine Person, die über exorbitantes Wissen auf einem Gebiet verfügt. „Sehr gut“ reicht da nicht. Und wer hat schon so großes Fachwissen?

Sind das die einzigen Gründe, die gegen Expertentum sprechen? Nein!

Du glaubst vielleicht selber nicht, dass du Experte bist? Oder du ahnst es zwar, bist aber nicht mutig genug, dies nach außen zu sagen. Zu einem erschreckend hohen Prozentsatz sind es Frauen mit diesen Gründen!

Oft scheuen sich introvertierte Menschen vor einem solchen Status, weil mit diesem „Namen“ eine (zu) hohe Verantwortung einhergeht.

Manchmal meiden ältere Menschen oder Personen, die bereits sehr viel erreicht haben, den Zusatz Experte mit den Worten: „Das habe ich nicht (mehr) nötig.“ Ist auch nicht von der Hand zu weisen

Männer mittleren Alters haben mit dem selbsternannten Expertenstaus oft überhaupt keine Probleme :-) (Ausnahmen bestätigen natürlich auch in diesem Fall die Regel.)

Ich bin zwar ein absoluter Fan von Experten und dem Expertenstatus, aber ich kann durchaus nachvollziehen, wenn jemand dem nicht so positiv wie ich gegenübersteht.

Trau dich, ein Experte zu sein!

Worauf es mir aber am wirklich ankommt:

Es ist wichtig, dass du erkennst, dass du diese eine Sache – dein Fachgebiet – dein Business wirklich gut kannst! DASS DU GUT BIST! Und dass du es irgendwie nach außen trägst!

Nicht laut, ständig und übertrieben, aber selbstbewusst! Glaube mir, dieses selbstbewusste Nachaußentragen deines Könnens wirkt wie ein Magnet. Kunden, Kooperationspartner kommen und viele weitere Türen öffnen sich, wenn du mutig kommunizierst, was du kannst!

Egal ob du dich Experte, Fachfrau, Spezialist, promoviert / studiert oder Profi nennst, aber sei im ersten Schritt davon überzeugt und sage das im zweiten Schritt auch!

(Zusatz: Natürlich nenn dich nur Experte (oder wähle einen dir angenehmen Begriff), wenn du wirklich richtig gut bist, wovon ich ausgehe! Die oben zitierten Blender werden schneller enttarnt als ihnen lieb ist. Karma-Marketing funktioniert nämlich in beide Richtungen. :-) )

Wie ist deine Meinung dazu? Bist du selber ein Experte? Hältst du es für übertrieben, sich so zu nennen? Ich bin gespannt auf deine Meinung!

P.S.: Hund, Schokolade und Ja zum Expertenstatus :-)

 

 

4 Kommentare
  1. Theresa sagte:

    Danke für den guten Artikel. Wenn man in einem Thema gut ist und damit Probleme anderer löst, muss man stolz drauf sein und das zeigen. Denn zu oft hat Zweifeln an der eigenen Kompetenz Auswirkungen auf das “sich sichtbar machen“ und die Preise, die man verlangt/“sich wert ist“. Lg, Theresa

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    • Bianca sagte:

      Eindeutig – wir zwei retten mit unseren Artikeln das Selbstbewusstsein unser Kunden ;-). Nein, Spaß beiseite. Mir ist es auch ein wirkliches Bedürfnis, dass es mehr Menschen gibt, die ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. Wer etwas kann, sollte dazu stehen! Basta :-)

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  2. Steffi Güntner sagte:

    Danke für den interessanten Artikel. Ich bin auch der Meinung, das es gut ist ein Experte auf einem Gebiet oder auf sich ergänzenden Gebieten zu sein. Ein bisschen was auf jedem Gebiet weiß jeder. Als Generalist ist man einfacher zu ersetzen. Danke fürs ermutigen den Expertenstatus auch nach außen selbstbewusst zu vertreten. LG Steffi

    Antworten
    • Bianca sagte:

      Stimmt, einen Experten kann man nicht so schnell ersetzen! Das häufigste Gegenargument, das ich oft höre, ist das des Angebertums. Aber ich denke, diesen kann man sehr schnell enttarnen. Bei echten Experten merkt man, was dahinter steckt. Vielen Dank für deinen Kommentar :-)!

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