Positionierung Coaches

Positionierung für Coaches

Warum es Coaches oft so schwer fällt, sich zu positionieren (plus Lösungen)

Ich habe mich in den letzten Jahren extrem viele mit dem Thema Positionierung für Coaches beschäftigt. 

Das hat folgende drei Gründe:

  1. Ich bin im Team der Online Coaching Akademie als Positionierungscoach – dort war die anvisierte Zielgruppe tatsächlich eine Zeit lang fast ausschließlich Coaches.
  2. Der Coachingmarkt wächst immer noch extrem stark. Und damit meine ich jetzt nicht die Pseudo-Coaches, die überall aus dem Boden schießen und mit einer Beratung schnell viel Geld verdienen wollen. Sondern diejenigen, die wirklich die Ausbildung zum Coach absolviert haben, um Menschen persönlich weiter zu helfen.
  3. Kaum ein einziger Coach fokussiert sich von Anfang an auf eine bestimmte Zielgruppe, ein bestimmtes Thema oder Problem. Was bedeutet, dass ALLE Coaches generell ALLEN Menschen bei JEDEM Problem helfen KÖNNTEN. Die Notwendigkeit, dass Coaches die Power einer guten Positionierung nutzen, ist also extrem groß, um aus der breiten Masse derer herauszukommen, die alle das gleiche tun und sagen.

Bei den unzähligen Positionierungen der Coaches habe ich immer wieder festgestellt, dass der Wunsch nach einer “spitzen Positionierung” zwar da ist (Grund Nr. 3), es vielen aber sehr schwer fällt, sich dann tatsächlich “einzuschränken”.

Ich habe hier mal ein paar mögliche Gründe aufgelistet und gleich ein paar Erleichterungen für das Positionieren mit eingebaut.

1. Du bist auf den Kunden ausgerichtet statt auf dich als Unternehmer 

Ein Coach stellt immer den Klienten in den Vordergrund. Alles dreht sich um ihn – er  selber nimmt sich eher zurück, spiegelt, stellt Fragen. Was er  selber denkt, ist nicht relevant. Sich selber in den Fokus zu stellen und sich sichtbar zu machen, fällt vielen oft introvertierten Coaches etwas schwerer als anderen Unternehmern (Fotografen geht es übrigens ähnlich, weswegen sie lieber HINTER der Kamera stehen als davor.). Um eine Positionierung aufzubauen, braucht es aber DICH. Deine Stärken, deine Werte, deine Vorlieben. Du bist dein Business. Nicht laut, aber präsent.

Lösung: Du kannst dich bei deiner Positionierung vorrangig auf eine bestimmte Zielgruppe fokussieren. Es muss ja keine Personen Marke und für den Anfang auch keine Experten-Positionierung sein. Denke dich voll und ganz in eine bestimmte Zielgruppe hinein. Lerne sie in und auswendig. Konzentriere dich auf dieses Element der Positionierung.

Zu den 5 Arten dich zu positionieren

2. Du hast Angst vor der Sichtbarkeit und “versteckst” dich lieber in der Allgemeinheit 

Wie oben schon angedeutet, handelt es sich bei typischen Coaches oft um sehr empathische, harmonische Menschen. Das ist hervorragend, denn davon lebt ihr Job. Aber oft kommt die Angst dazu, sich so zu zeigen, wie man ist. Angst davor, auch mal deutlich Klartext zu reden – vielleicht sogar zu provozieren, “anders” und nicht “everybody´s darling” zu sein. Ecken und Kanten und damit Profil zu zeigen fällt vielen schwer. Oft höre ich sogar Sätze wie “Was soll denn die Konkurrenz, meine Nachbarin, mein ehemaliger Chef denken”?

Lösung: Niemand soll sich verstellen oder sich verbiegen. Keiner muss eine Rampensau werden. Der große Vorteil von einer guten Positionierung ist ja gerade, so zu sein wie man ist. Und das auch nach außen zu zeigen. Das heißt, wenn du damit Probleme hast, dich so zu zeigen, wie du bist, ist es keine Sache der Positionierung, sondern eine des Selbstbewusstseins. Und hieran lässt sich arbeiten. Übrigens: Positionierung ist für mich Komfortzone. Ich arbeite mit Lieblingsmenschen, mache die Dinge, die ich am besten kann und auch sehr gerne mache. Und in dieser Komfortzone lässt es sich doch erst mal gut üben oder? Mit den Erfolgen wächst auch das Selbstbewusstsein und das mit dem “Zeigen” wird immer einfacher.

3. Du befürchtest bei “Einschränkungen” weniger Umsatz, wenn du dich als Coach positionierst

Bis ein gut laufendes Coaching-Business aufgebaut ist (wie übrigens jedes andere Business auch) dauert es eine Weile. Das heißt, es kommt am Anfang oft nicht viel Umsatz rein. Der Irrglaube, den viele haben, lautet: Positionierung = Einschränkung = noch weniger Umsatz.

LÖSUNG: In Wirklichkeit funktioniert es aber so: Du konzentrierst dich von Anfang an auf die Kunden, die dir Geld bringen! So einfach! Zeiträuber, Pfennigfuchser oder Alles-Gratis-Haben-Woller, Stundenabrechnungen – lass all das hinter dir, bring es auf den Punkt und zieh die richtigen Kunden an! Die, die bezahlen, dich Wert schätzen, dich empfehlen, die wiederkommen! Glaube mir, die Energie, die du sonst an falsche verlierst, ist verlorene Energie. Konzentrierst du dich aber mit der richtigen Energie auf die richtigen Menschen, läuft das auch mit dem Umsatz. Also keine Einschränkung, sondern Fokus auf das, was funktioniert!

4. Dein Weg ist dein Ziel

Kommt dir der Satz bekannt vor? Arbeitest du auch prozessorientiert und nicht lösungsorientiert? Grundsätzlich ist das natürlich nicht verkehrt. 

LÖSUNG: Wenn du dein Business-Ziel fest im Auge hast (meist finanzieller Erfolg), dann nimm meinen gut gemeinten Rat an und konzentriere dich gleich zu Beginn auf eine bestimmte Richtung. Du verlierst viel weniger Zeit, Geld und Nerven als beim “Ich probiere einfach alles mal aus und ändere, wenn es nicht funktioniert-Weg”

5. Die Angst vor der großen Konkurrenz – ein TOP Grund FÜR eine Positionierung bei Coaches

Ja, der Coaching Markt ist extrem groß. Vielleicht hast du auch das Gefühl, dass es bereits alles gibt. Zu viele, die Leichtigkeit versprechen, die dich in deine (weibliche) Kraft bringen wollen, die deine Persönlichkeit entwickeln wollen und dich zum vollen Potential führen. Alles systemisch, mit Wingvave, Hypnose oder Aufstellungsarbeit. Stimmt, davon gibt es zu viele.

LÖSUNG: Sei anders! JA, schon wieder so einfach! Ein Großteil ist – wie ich schon sagte – überhaupt nicht positioniert. Du kannst also hier schon mal punkten, indem du dich auf bestimmte Elemente konzentrierst. Wenn du jetzt noch deine ganz eigene Persönlichkeit, vielleicht eine eigene (kombinierte) Methode, den Mut zur Sichtbarkeit und schlichtweg anderes Vokabular mit einbringst, hast du schon gewonnen!

6. Du hast das Tool, um allen helfen zu können

(Mentale) Blockaden zu lösen ist ein All-Heil-Mittel. Das meine ich nicht abwertend, sondern glaube selber, dass dieser Durchbruch für (fast) alles eine Lösung ist. ABER nur weil du eine Möglichkeit hat, ALLEN zu helfen, musst du das nicht wollen oder machen. 

Lösung: Konzentriere dich auf die Probleme, bei denen du am wertvollsten bist, die dir am meisten Spaß machen, das meiste Geld bringen.

7. Der Anspruch an dich selbst, allen helfen zu wollen

LÖSUNG: Zumindest für den Anfang, wenn du noch keine große Reichweite hast, ist es sinnvoll, dich auf bestimmte Probleme (hinter denen die Blockaden stecken) und bestimmte Personengruppen zu konzentrieren. Deine Mission bzw. deine Zukunft darf natürlich trotzdem sein, so vielen wie möglich zu helfen. Aber schrittweise. Im Marketing heißt das dann so schön “Skalieren”. Fang klein an und steigere dich!

3 ultimative Tipps für die Positionierung von Coaches

  1. Such dir den Typ Mensch raus, mit dem du am besten zusammenarbeiten kannst. Wie tickt er, in welchen Lebensumständen befindet sie sich, was beschäftigt diese Person am meisten (Migräne, ein bestimmtes furchtbares Erlebnis, das immer noch zu starke Auswirkungen hat – Tod eines Menschen, Unfall, Missbrauch, unschöne Geburt o.ä. – , eine miese Partnerschaft, sich niemals durchsetzen zu können, viel zu schnell an die eigenen Grenzen zu kommen, Wutausbrüche, Höhenangst…)
  2. Nimm dich selber wichtig. Kundenzentriert heißt nicht, dass du dahinter verschwindest. Arbeite auf Augenhöhe, fühl dich mehr als Spezialist als als Generalist, vergleiche dich nicht mit anderen, sein DU. Denn das ist deine Stärke. Zeig dich.
  3. Ab heute bist du nicht nur Coach, sondern auch Unternehmer. Marketing, Verkauf, Sichtbarkeit, Technik, Teamaufbau, Risiken – gehört ab heute alles zu deinem Leben. Und das ist gut so! Gib dem ganzen eine Chance und wehr dich nicht dagegen.

Ab heute sollte alle Coaches dieser Welt kein Problem mehr mit ihrer Positionierung haben, oder? Falls doch, klick dich noch etwas durch den Blog oder hol dir ein Speed Coaching-Termin.

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