Tipps für dein Business

Wie du aus den „7 Fakten über mich“ Nützliches für dein Business ziehen kannst

Ich habe letzte Wochen jeden Tag bei Instagram etwas über mich verraten. Ich finde es nämlich immer spannend, wenn ich mehr über die Person „hinter“ dem Business erfahre :-)

Da mein Business und ich untrennbar von einander sind, haben diese Fakten also mit mir persönlich zu tun, stehen aber auch im Zusammenhang mit meiner Selbständigkeit. Jede Tatsache hat einen Hintergrund, der dir auch für dein Business helfen kann.

Fakt Nr. 1: Never ever again – Verwaltung

Ich bin heute genau da, weil ich weiß, was ich nicht mehr machen möchte. Ich habe in der Verwaltung gelernt und das Arbeiten dort als ziemlich langweilig empfunden. Sicher mag es in manchen Verwaltungen spannender zugehen, aber bei mir war es langweilig, spießig und unpersönlich. Jeden Tag nur vor dem Schreibtisch, alleine mit einem Stapel Akten und einem Computer. Kein Wunder, dass manche behaupten, Beamte gehen von der Frühstückspause mit den Kollegen direkt in die Mittagspause mit den Kollegen- da ist immerhin was los :-). Ich wusste durch meine Tätigkeit dort, was ich mir absolut widerstrebt: starre Wege, lange Entscheidungen, unpersönlichen Kontakt. Und genau diese Faktoren vermeide ich in meiner heutigen Arbeit: Wer meinen Rat braucht, kontaktiert mich einfach auf diversen Kanälen (telefonisch, schriftlich oder bei einem Kaffee) und bekommt sofort eine Antwort!

Überlege dir, was dich in deiner Vergangenheit bei bestimmten Jobs, an Chefs oder Kollegen echt gestört hat und mach es jetzt bewusst besser. Oft geschieht das schon unbewusst, aber toppen kann man das noch, wenn man sich die Sachen einmal aufschreibt und dann gezielt ins Positive umkehrt. Du wirst sehen, das macht richtig Spaß. Altes Nerviges hinter sich zu lassen und es jetzt anders zu machen.

Fakt Nr. 2: Alle – ich nicht!

Bei Instagram habe ich geschrieben, dass ich gerne vermeide, was alle machen. Titanic gucken, bei einer Sonnenfinsternis in den Himmel gucken oder sich Sachen bei der Konkurrenz abgucken.

Mach das nicht! Sei anders. Sei einzigartig. Mach etwas, das nicht alle machen. Alle schreiben ihren Kunden Weihnachtskarten? Schreibe welche zu Ostern! Alle machen Webinare (was dir so gar nicht liegt) – lass es. Erreiche die Menschen anders! Alle haben ein Hochglanzportrait auf ihrer Website? Lass eine Skizze im Comicstil von dir anfertigen!

Ich weiß, ich lehne manchmal schon kategorisch Sachen ab, weil alle sie machen und vielleicht entgeht mir dadurch etwas (immerhin kommt die nächsten Sonnenfinsternis nicht gerade morgen wieder), aber du musst es ja nicht übertreiben. Wenn du etwas machen möchtest, dann los. Aber nicht, weil alle es machen!

Fakt Nr. 3: Inneres Chaos – äußere Ordnung

Es gibt sie, die kreativen Chaoten. Diejenigen, die bei einem übervollen Schreibtisch noch den richtigen Zettel unter einem Stapel hervor fischen und sich freuen, dass sie ihn überhaupt gefunden haben. Die dann erst zu Hochtouren auflaufen, wenn sie in einem Cafe voller Menschen sitzen, das Handy klingelt und die PostIts mit den Gedanken überall kleben.

Ich gehöre nicht dazu :-). Und ich glaube, ein klein wenig Ordnung, Struktur, Planung schadet keinem! Nicht einmal den kreativen Chaoten. Wann hast du das letzte Mal deinen PC aufgeräumt? Den Staubsauger geschwungen, nur weil du weißt, dabei kommen die besten Gedanken. Dich über einen wirklich leeren Schreibtisch gefreut? Probier es mal. Der Mensch ist ein System, das nach Ordnung strebt!

Fakt Nr. 4: Immer und überall

Ja, ich arbeite ständig. Weil mir ständig etwas zu meinem Business über den Weg läuft. Kontakte, mit denen ich Kooperationen eingehen könnte, potentielle Kunden (so viele haben nämlich ihre Positionierung noch nicht gefunden), Ideen, die ich verbloggen oder posten könnte, Locations, in denen ich gerne ein Event planen möchte, und gerade auf den Social Media Kanälen stürze ich mich ja nicht den ganzen Tag auf Cat-Content (ich mag keine Katzen), dort lerne ich Neues und interessante Dinge, die mich weiter bringen. Ich sitze also quasi auf meinem Smartphone, Tablet oder Notebook (eins ist immer dabei, die Wartezeit beim Arzt, beim Sport der Kinder oder auch mal an der roten Ampel muss ja genutzt werden). Ob ich das anstrengend finde? Nein, es bereichert mich. Es macht Sachen für mich leichter. Digitaler Junkie – vielleicht. Love my business – definitiv!

Wenn du deine Positionierung gefunden hast und sie perfekt zu dir passt, brauchst du dir keine Gedanken zu machen, wie du Sichtbarer wirst, was du als nächstes machst. Wie du zu neuen Kunden oder Posts auf Facebook kommst. Sie sind immer da und fliegen dir förmlich zu. Toll, so eine Positionierung!

Fakt Nr. 5: Mein Warum – meine Kinder

Ich habe mich bereits vor den Kinder selbständig gemacht wegen der Kinder! Ja, das macht Sinn :-). Hier die Erklärung: Ich wollte mich vor keinem Chef rechtfertigen, wenn mein Kind krank ist. Ich wollte nicht mit Kolleginnen um den Urlaub während der Ferien streiten und ich möchte für meine Kinder da sein, wenn sie es brauchen. Einfach so. Ohne Urlaubsantrag, ohne Stechuhr. Und es fühlt sich gut an. Dafür arbeite ich auch mal nachts. Oder am Smartphone im Auto auf dem Parkplatz. Diese Freiheit und Flexibilität hilft mir über Zeiten hinweg, in denen ich mich nicht richtig motivieren kann, wenn das Konto zum 15. des Monats sagt, leg mal noch einen Zahn zu, um dein Monatssoll zu erfüllen, wenn ich trotz Krankheit arbeite – der gelbe Schein nützt mir nicht so viel.

Kennst du dein Warum? Deine Motivation, warum du dich selbständig gemacht hast? Spürst du diesen Antrieb noch heute und ist er noch gleich stark? Mach dir – nicht nur in schlechten Zeiten, sondern regelmäßig – bewusst, warum du das tust, was du tust. Hilfst du Menschen, kannst du ortsunabhängig arbeiten, lebst du deine Begabung? Was leitet dich noch heute?

Fakt Nr. 6: Mein Schwachpunkt – Verkaufen

Bist du die geborene Verkäuferin? Eine, die den Eskimos einen Kühlschrank verkauft? Ich nicht! Und ich ahne, du auch nicht. Irgendwie haben wir Unternehmerinnen ein kleineres Problem damit, unsere Leistung ständig irgendjemandem anzubieten und dann auch noch (angemessen) Geld dafür zu verlangen.

Aber ich tue es! Denn einfach nur Produkte zu haben, freut das Konto nämlich nicht. Dafür lohnt sich kein Business.
Also habe ich mir über die Jahre zwei Strategien zurecht gelegt, bei denen ich mich nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen muss: 1. Ich zeige, was ich kann. Immer und überall. Bei meinem kostenfreien Marketing Frühstück, bei Vorträgen, in Facebook- oder XING-Gruppen, dem gratis Homepage-Check und und und. Es funktioniert. Ich werde als Expertin für Positionierung angefragt, ohne dass ich auf meine Coachings hinweise.
2. Ich biete z.B. in meinem Newsletter oder auf der Homepage nur an, wovon ich zu 100% überzeugt bin. Ein Produkt, dass sich noch nicht „ganz rund“ anfühlt, wird nicht gezeigt. Wenn ich also etwas erwähne, dann bin ich davon selber begeistert und würde es sofort kaufen. Zu einem Preis, der für mich stimmig ist. Das macht mir das Verkaufen leicht, weil es sich nicht wie Verkaufen anfühlt. Klappt, versuche es!

Fakt Nr. 7: Durchhalten trotz Ungeduld

Ich habe Geduld. Aber nur langfristig. Denn mir war schon immer klar, dass sich der große Erfolg nicht über Nacht einstellt. Auch wenn dir das so mancher Marketing-Mensch einreden will. Oder Fitness-Guru. Du wirst nicht innerhalb weniger Tage (dauerhaft) 10 Kilo abnehmen oder 1000 Menschen in deine Emailliste bekommen. Du wirst NICHT innerhalb eines Monats auf einen 5stelligen Gewinn kommen. Es sei denn, du hast bereits vorher Wochen und Monate damit verbracht, Zeit in deine Newsletterabonennten zu investieren oder bereits Jahre damit verbracht, viele Kontakte zu knüpfen, die dir bei deinem Wahnsinnsumsatz helfen. Du brauchst also Geduld und Durchhaltevermögen.

Wie schon oben angedeutet, habe ich auf der Kurzstrecke keine Geduld. Da muss ich sehr schnell Erfolge sehen. Bereits nach einem Tag Diät hat sich der Zeiger der Waage gefälligst nach unten zu bewegen und nach einer geschalteten Facebookanzeige sollte mich doch bitte bereits schnell der erste angerufen oder sich in die Liste eingetragen haben. Wenn nicht, wird eine andere Methode versucht oder Gas gegeben. So erreiche ich über viele kleine Erfolge über Tage oder Wochen und vielen kurzen 50 Meter Sprints auch die Marathonstrecke. Und du kannst das auch!

Setzt dir Zwischenziele und feiere deine Mini-Erfolge – und dann hältst du auch bis zum Ende durch!

 

6 Kommentare
  1. Theresa sagte:

    Liebe Bianca, super Artikel! Ich kann dir nur zustimmen, vor allem den Punkt „finde deine Einzigartigkeit“ und „habe Geduld“ finde ich wichtig denn „x Umsatz in 3 Wochen“ Ansagen sind unwahr und verunsichern viele Leute… LG, Theresa

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  2. Stefanie Guckau sagte:

    Hallo Bianca, ein toller Beitrag! Herzlichen Dank, dass du es so zusammengefasst hast und mit uns teilst. Ich könnte alle 7 Punkte mit meinem Namen unterschreiben und musste gerade ziemlich darüber lachen. Freue mich schon dich bald mal wieder zu sehen . Ganz herzliche Grüße, die Stefanie von SchönHerum

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    • Bianca sagte:

      Liebe Stefanie, ja ich glaube, wir sind uns recht ähnlich in einigen Dingen :-). Ich bin ja demnächst häufiger in Leipzig, da klappt es bestimmt mit einem Treffen. Viele Grüße, Bianca

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  3. Sonia Jaeger sagte:

    Liebe Bianca,

    vielen Dank für diese schöne Zusammenfassung. Ein bisschen was davon hatte ich auch bei Instagram auch schon mitbekommen. Dein Punkt Nr. 2 spricht mich nach wie vor besonders an! Kann ich so völlig unterschreiben und empfehle das auch regelmäßig weiter.

    liebe Grüße aus Australien,
    Sonia

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    • Bianca sagte:

      Hallo Sonja, vielen Dank für deinen Kommentar. Die Nr. 2 ist auch der Punkt, der viele wieder zurückwirft. In den Coachings höre ich dann: „Eigentlich war die Homepage, die Ladenausstattung, das Leistungspaket schon fertig, aber dann habe ich bei xy gesehen…“ Und schon sind alle verwirrt, blockiert, nicht mehr zufrieden und fange bei Null wieder an. Aber daran arbeiten wir zwei ja schon mit unseren Kunden :-).

      Viele Grüße zurück in die Ferne,
      Bianca

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