Sichtbarkeit

Mehr Sichtbarkeit – oder doch lieber nicht?

Sichtbarkeit – früher ein echt doofes Thema für mich! Warum? Wer mich heute kennt, der kann sich kaum vorstellen, dass ich früher gar nicht gerne sichtbar war, nicht einmal hörbar. Meine Zeugnisnote ist aufgrund der schlechten mündlichen Beteiligung immer eine Note herunter gestuft worden. Nicht, weil ich die Antworten nicht wusste, sondern weil ich mich nicht getraut habe, etwas zu sagen.
Später bin ich in die Verwaltung gegangen und habe mich schön an meinem Schreibtisch hinter einem Berg Antragsformularen versteckt – wieder völlig unsichtbar.
Ja, und dann habe ich mich selbständig gemacht und ab der ersten Stunde war mir klar: Es muss sich etwas ändern.

Wenn mich keiner sieht, dann kommen auch keine Kunden!

 Sichtbarkeit

Ein Plan musste her und dieser lautete zunächst: Netzwerken

Ich bin einem kostenpflichtigen und sehr aktiven Netzwerk beigetreten, den Wirtschaftsjunioren. Dort habe ich viele neue Kontakte und sogar erste Kunden gewonnen. Noch heute – 12 Jahre später – profitiere ich von diesen Kontakten!
Mein erster Tipp lautet also: Raus mit dir – hin zu realen Netzwerktreffen. Zunächst musst du dich gar nicht vorstellen, sondern stell deinem Gegenüber die einfach Frage: „Und was machst du?“ Im Anschluss schiebst du deine Vorstellung (MIT Visitenkarte – je besser dir übrigens deine eigenen Visitenkarten gefallen, desto eher gibst du sie jemandem) mit einer kleinen Überleitung nach und das war es schon. Nimm dir vor, pro Event mindestens mit 3 neuen Leuten zu sprechen. Probiere dabei größere und kleine Events in verschiedenen Formaten aus. Ich versuche im voraus herauszufinden, ob jemand vor Ort ist, der mich der einen oder anderen Person vorstellen kann. Und ich gehe alleine – sonst sitze ich nur mit der bekannten Person in der Ecke und quatsche!
Je eindeutiger deine Positionierung, desto leichter wird dir das Netzwerken fallen. Du weißt genau, was du erzählen kannst, wenn jemand dir die Frage „Und was machst du so beruflich“ stellt. Du kannst dein Business bei Vorstellungsrunden selbstbewusster präsentieren. Denn auch wenn du eher introvertiert bist, kannst du mit einem guten Elevator Pitch punkten. Ohne zu viel über DICH erzählen zu müssen, denn es geht ja um deine potentiellen Kunden, die du bei so einem Elevator Pitch in den Vordergrund stellst.
Mein Netzwerk besteht aus losen Kontakten, aus Menschen, die mich gerne weiterempfehlen (und ich sie natürlich) und aus richtig guten Kooperationen. Mit einem solchen Multiplikator erhöhst du automatisch deine Reichweite und deine Sichtbarkeit. Über das Netzwerk deiner festen Kooperationspartner sehen dich Menschen, die dich vorher nicht auf der Reihe hatten. Wenn dir Menschen sympathisch sind, überlegt gemeinsam, ob ihr vielleicht irgendetwas zusammen machen könnt. Ein neues Produkt, Räumlichkeiten gemeinsam nutzen oder irgendeine Art der Zusammenarbeit. Es wird sich immer etwas finden, wenn man will!
Nach den realen folgten die sozialen Netzwerke wie Facebook. Zunächst habe ich darauf gewartet, dass mich die Menschen hinzufügten (so schnell ändert sich ein Mensch eben doch nicht). Bis ich meine Challenge startete: Jeden, den ich kennen lernte, habe ich bei FB und bei XING als Kontakt hinzugefügt. IMMER mit ein paar persönlichen Worten. Das mache ich heute noch. Es geht mir nicht um Quantität (Hauptsache viele Kontakte), aber ich weiß doch nie, wann ich wen brauche oder wer wen kennt. Deshalb nehme ich unheimlich gerne auch Menschen in mein Netzwerk, die auf den ersten Blick nicht viele Anknüpfungspunkte mit mir haben.
Voraussetzung für eine gute Sichtbarkeit in sozialen Netzwerke ist ein gut gepflegtes Profil. Beschreibe deine Leistung deutlich, verlinke zu deiner Webseite und anderen Profilen von dir im Netz, stelle ein aktuelles und professionelles Foto ein, fülle sonstige mögliche Informationen (wie Berufserfahrung, Region etc) komplett aus.
Mittlerweile bin ich in Facebook- und XING-Gruppen aktiv, füge meinem Netzwerk regelmäßig neue Kontakte hinzu, blogge auch mit Infos hinter den Kulissen und zeige mich bei Instagram auch persönlich. Es gibt sogar schon einige Videos von mir – für mich eine große Hürde. Ich veranstalte ein eigenes Netzwerkevent und biete Workshops. Auch bei Facebook und Co. funktioniert es nicht, einfach nur in der Ecke zu stehen und still zuzusehen (oder mitzulesen). Aktivität ist auch hier der Faktor, der deine Sichtbarkeit unterstützt!
Hier findest du noch mehr Infos, wie du Reichweite durch Social Media aufbaust.
Eine meiner Kontakte schrieb mir gerade letztens den Satz: „Im Moment sehe ich dich überall – scheint zu funktionieren mit deiner Sichtbarkeit“ :-).
Ja, es funktioniert. Ich musste zu Beginn etwas Mut aufbringen und für mich herausfinden, welche Möglichkeiten am besten funktionieren – es klappt nämlich nicht alles für alle gleich gut! Aber es ist schon ziemlich cool, wenn man von Unbekannten auf einem 300 km entfernten Business-Event angesprochen wird, weil sie dich „kennt“.

Sichtbarkeit – Von der Kunst und dem Mut, endlich sichtbarer zu sein!

Fazit: Je besser deine Positionierung (und damit zusammenhängend dein Elevator Pitch, deine Visitenkarten und deine Webseite), desto einfacher kannst du dich präsentieren. Wenn du jetzt noch AKTIV wirst, steht deiner Sichtbarkeit nichts mehr im Weg.
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