Bild Social Media

Wie immer an dem Montag nach unserem Marketing Frühstück kommt heute von mir eine kleine Zusammenfassung zum Thema:

Mehr Reichweite durch Social Media

Unsere Umfrage zu Beginn des Marketing Frühstücks hat ergeben, dass alle (bis auf einen) Teilnehmer bei Facebook aktiv sind und diese Runde auch XING nutzt. Alle haben ein Google+ Account, der aber nur von wenigen Teilnehmern genutzt wird, um eigene Blogbeiträge in der Google Suche etwas zu pushen. Der Rest nutzt google+ gar nicht (auch weil viele es gar nicht wirklich verstehen).

Instagram sowie ein eigener Blog waren mittelmäßig vertreten.

Pinterest (eher privat genutzt), Youtube, Twitter & Snapchat bildeten bei unserer Umfrage die Schlusslichter.

Danach kam ein kurzer Überblick, welche Zielgruppe sich auf welchen Kanälen tummelt. Die Fakts: Facebook ist das häufigste Netzwerk und die Seite, die nach Google am häufigsten besucht wird. Männer und Frauen halten sich hier die Waage. Bei Google+ sind 3/4 der Nutzer männlich – bei Pinterest über 80% weiblich! (Ich habe HIER auch schon einmal etwas darüber geschrieben).

 

Weiter ging es mit der Social Media Strategie. Es hat uns nicht überrascht, dass selbst größere Firmen oft keine eigene Strategie haben, es wird zwar gepostet, man hat Acounts in diversen Sozialen Medien, aber eine Strategie steckt selten dahinter.

Wie geht man so eine Strategie nun an?

Beantworte dir möglichst schriftlich folgende Fragen – die Antworten ergeben deine Strategie:

1. ) Wie ist dein Ist-Zustand?

Welche Kanäle nutzt du bereits, hast du Erfahrungen, wie die einzelnen Kanäle funktionieren (wenn auch nur privat). Stehen die Produkte oder Dienstleistungen fest, die „beworben“ werden sollen?

2.) Hast du deine Ziele formuliert?

Auch zu den Zielen habe ich HIER etwas geschrieben. Schau, dass du dir messbare Ziele setzt, um deinen Erfolg zu kontrollieren

3.) Auf welchen Plattformen findest du deine Zielgruppe?

Social Media-Nutzung bedeutet einen großen Zeitaufwand. Aus diesem Grund musst du dich auf die Kanäle konzentrieren, auf denen du deine Zielgruppe am ehesten antriffst.

4.) Welche Ressourcen stehen dir zur Verfügung?

Bist du alleine für deine Social Media Aktivitäten verantwortlich? Neben Buchhaltung, Marketing, Fachliche Beratung etc. Oder kannst du Social Media auslagern an eine eigene Agentur oder einen Mitarbeiter? Wieviel Zeit kannst du für Social Media erübrigen? Schaffst du zeitlich mehr als einen Kanal zu bestücken? Beachte auch, dass du ein Social Media Marketing Budget festlegst (Werbeanzeigen).

5.) Woher beziehst du deinen Content?

Immer nur eigenen Content zu liefern ist ein hartes Stück Arbeit. Das muss aber gar nicht sein. Lege dir ein paar richtig gute Quellen zu, deren Inhalt du teilst, aufbereitest, inhaltlich für deinen eigenen Content nutzt.

6.) Planst du deine Social Media Aktivitäten

Du nimmst dir den täglichen Druck, Inhalte zu finden, wenn du vorab einen Plan erstellst. Ein Redaktionsplan ist äußerst sinnvoll. So ist auch sicher gestellt, dass du abwechslungsreichen Inhalt lieferst und bestimmte feste Termine (wie ein Produktlaunch, Aktionen) sinnvoll vorbereitest.

7.) Gibt es eine Vernetzung untereinander?

Sind deine Social Media Accounts mit einander verknüpft? Gibt es Buttons auf deiner Internetseite? Weist du in deinen Printmedien auf deine Accounts hin? Verlinkst du in den einzelnen Accounts?

8.) Hast du Richtlinien?

In größeren Firmen mit mehreren Mitarbeitern macht es Sinn, eine Social Media Guideline zu erstellen. So weiß jeder, wie er sich im Firmennamen zu verhalten hat.

9.) Betreibst du Social Media Monitoring?

Weißt du, was andere über dein Unternehmern sagen? Wie reagieren Sie auf deine Inhalte? Du kannst dir bei Google einen Alert anlegen, der dich informiert, sobald dein Unternehmen genannt wird. Für die Social Kanäle kannst du die Suchfunktionen für Erwähnungen verwenden.

10) Misst du deine Erfolge?

Kontrolliere, ob du deine Ziele mit der bisherigen Strategie erreichen kannst bzw. schon erreicht hast. Welche Posts funktionieren besonders gut? Welche Inhalte zu welcher Uhrzeit werden am ehesten geliked, geteilt, kommentiert? Messbare Ergebnisse dienen dazu, deine Strategie zu optimieren. Du kannst hierfür plattformeigene Statistiken nutzen oder Tools wie Google Analytics, Bitly, Hootsuite

 

Was gibt es bezügliches des Contents noch zu beachten?

Leider ist die „Haltbarkeit“ der einzelnen Posts in den Sozialen Netzwerken nicht gerade sehr groß – bei Twitter nicht mal 3 Stunden – dann ist er quasi aus den Timelines verschwunden. Da stellt sich die Frage, wie du die Sichtbarkeit etwas verlängern kannst. Das schaffst du so:

Twitter: 1-2 Hashtags, Bild einfügen, zwischen 13 Uhr und 15 Uhr posten *

Facebook: Call to Action Anzeige, Einfügen von Links, Bildern, zwischen 13 Uhr und 16 Uhr posten *

Youtube: Keywords in Beschreibung,

Pinterest: Einfügen von Produktpreisen, Sonntagmorgen posten, Bilder mit Rot, Orange bekommen mehr Zuspruch

Instagram: Einsatz von mindestens 10 Hashtags erhöht die Sichtbarkeit und Interaktion um 80 Prozent

(* Die Uhrzeiten sind stark abhängig von der Zielgruppe! Diese Uhrzeiten sind statistische Werte)

Auch die Länge der Posts ist nicht ganz unwichtig.

> Tatsächlich geht aus Usability-Studien hervor, dass potenzielle Leser hauptsächlich die ersten und die letzten drei Wörter einer Überschrift lesen.

> Längere Artikel (mind. 1000 Wörter!) im Blog ranken in Google besser

> Die Aufmerksamkeit der Leser sinkt nach 7 Minuten

> Auf Facebook und Twitter gewinnen eher mittellange Posts und Tweets

> Beiträge auf Twitter mit den meisten Retweets sind zwischen 71 und 100 Zeichen lang (Studie Stack Social)

> Die ideale Länge eines Facebook-Posts liegt bei 100 bis 119 Zeichen (FB Studie Blitz Local)

 

Zum Schluss folgte noch ein äußerst interessanter Punkt:

Was veranlasst Facebook-Nutzer, eine Unternehmensseite zu liken (mit Gefällt-mir zu markieren)?

Die meisten Fans der Facebook-Fanseiten möchten von Ermäßigungen und Rabatt-Aktionen (32 Prozent) der Unternehmen profitieren. Natürlich möchten sie auch auf dem neuesten Stand in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen bleiben (32 Prozent). 16 Prozent liken eine Seite, weil diese ihnen empfohlen wurde. 25 Prozent sind schon Offline Kunde des Unternehmens.

Und was veranlasst User, einer Marke nicht mehr zu folgen?

> 44 Prozent entfolgen, wenn zu oft gepostet wird,

> 43 % entfolgen, wenn es zu verkaufslastig wird,

> 38 Prozent löschen die Marke, wenn sich Inhalte wiederholen oder langweilig sind

Über all dem stand immer wieder die Aussage, dass der Social Media Erfolg von der genauen Definition der Zielgruppe abhängt. Nur wer weiß, wo er seine Zielgruppe findet und die richtigen Inhalte postet, der wird seine vorher gesteckten Ziele (Reichweite, Expertenstatus, Vertrauensaufbau…) auch erreichen!

 

 

2 Kommentare
    • Bianca sagte:

      Hallo Petra, sehr gerne. Nein, einige der Fans entliken auch. Was aber kein Beinbruch ist (wenn es nicht gehäuft auftritt), denn 1. bleiben die Fans, die wirklich wertvoll sind und 2. findet man hier die Möglichkeit zur Optimierung.

      Antworten

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