Rafting und Business

Warum dir Wildwasser Rafting bei deinem Business nützlich sein kann

Ich bin am Wochenende ins kalte Wasser geschmissen worden und zwar wörtlich! Und ich bin sofort untergegangen und habe einen halben See geschluckt.

Was ich daraus gelernt habe? Wenn du das Schlimmste erst einmal überstanden hast, ist der Rest ein Klacks!

Das gilt übrigens nicht nur beim Rafting, sondern ist wahrscheinlich allgemein gültig. Somit auch im Business.

Im heutigen Artikel beschreibe ich dir Situationen, die ich beim Rafting erlebt habe und wie ich sie auf mein Business / Leben übertragen kann. Und was ich kann, klappt auch bei dir!

 

Erkenntnis 1: Manchmal braucht man einen kleine Schubs, um etwas zu wagen!

Ich weiß nicht, ob ich freiwillig ins wilde Wasser gesprungen wäre, um schwimmend (also ohne so ein tolles sicheres Schlauchboot) die Hindernisse zu überstehen. Diese Bedenken hat der Guide wohl erahnt und jeden von uns einfach ins Wasser geschubst – ohne Diskussionen, ohne Vorwarnung, ohne Zeit zum Nachdenken. Wäre der Schubs nicht gewesen, würde ich wohl heute noch dort stehen und zögern!

 

Erkenntnis 2: s.o. Wenn du das Schlimmste erst einmal überstanden hast, ist der Rest ein Klacks!

Den Teil des Parcours schwimmend zu überstehen, hat mich auf das vorbereitet, was hätte kommen können. Wäre das Boot gekentert, hätte ich schwimmen müssen. Ich hab´s überlebt – also komme, was wolle, ich bin vorbereitet!

 

Erkenntnis 3: Vertraue jemandem, der sich auskennt!

Unser Guide war nicht nur ganz nett anzusehen :-) und wahnsinnig cool, er hat mir sofort ein Gefühl von Sicherheit gegeben. Er macht den ganzen Tag lang nichts anderes als unerfahrene (sich zum Teil echt dumm anstellende) Menschen den Wildwasserkanal entlang zu scheuchen. Mit Sicherheit hat er eine qualifizierte Ausbildung und ist immer Herr der Lage. Er hätte nichts ausprobiert, was zu meinem Nachteil gewesen wäre. Insofern habe ich ihm einfach mal vertraut, den eigenen Kopf ausgeschaltet und etwas Neues gewagt.

 

Erkenntnis 4: An vorderster Front ist es vielleicht nicht immer sicher, aber es macht viel mehr Spaß!

Nicht, dass ich mich darum gerissen habe, vorne im Boot zu sitzen. Aber alle anderen hatten die hinteren Plätze einfach schneller belegt ;-). Angekündigt war, dass man vorne etwas mehr Mut bräuchte, weil man die Hürden als erste nimmt und sieht, was auf sich zukommt (Tiefe und jede Menge Wasser!). Und besonders bei einer Situation (Fluten des Bootes) stand uns beiden vorne wirklich das Wasser bis zum Hals – eigentlich sogar knapp darüber – während die Hinteren nur nasse Füße bekamen. Aber eine Freundin, die mit meiner zweiten Frontfrau die letzten Runden tauschte, hat bestätigt, dass es vorne viel lustiger war, weil man alles viel intensiver erlebt. Also wurde mein Mut belohnt – mit noch mehr Spaß!

Erkenntnis 5: Wenn du mit Freundinnen /anderen Menschen in einem Boot sitzt, brauchst du es nicht alleine schaffen!

Es gibt Situationen, die kann man nicht alleine schaffen. Die einfach zu groß für einen alleine sind – in unserem Fall z.B. das Paddeln entgegen der Strömung. Wenn man aber mit mehreren gemeinsam etwas angeht, sind selbst wilde Hürden zu schaffen. Und hinterher hat man jede Menge Stoff zum Reden! Für lange Zeit! (Und übrigens auch endlich mal gemeinsame Fotos)

 

Erkenntnis 6: Trau dich einfach mal etwas, ohne groß darüber nachzudenken, was passieren könnte – du wirst hinterher wahnsinnig stolz auf dich sein!

Bei mir hieß dieses „etwas“ die TODESROLLE. Dabei sitzen alle hinten im Boot und das Boot wird mit dem Heck genau in eine Welle manövriert. Der Guide springt vorne ab und durch das Übergewicht hinten kippt das Boot und du mit einer Rückwärtsrolle ins strudelnde Wasser. Du tauchst irgendwann auf (man hat uns versichert, das tun sie früher oder später alle) und hast im besten Fall deine Orientierung gefunden, im schlechteren Fall ein Boot über dir und den Fuß deines Nachbarn im Gesicht. Und weil du dich mitten im Strudel befindest, heißt es alle Kraft zusammen nehmen und schwimmen als gebe es kein Morgen, hin zum rettenden Anker, in unserem Fall eine seichte Stelle mit Rettungsring und Aufpasserguide. Aus unserer Runde zu sechst sind drei meiner Freundinnen vorher ausgestiegen und haben freiwillig verzichtet. Auch völlig ok!!! Aber ich bin sitzen geblieben – voller Adrenalin – und war stolz wie selten in meinem Leben, dass ich dieses Wagnis eingegangen bin (und ich bin im Leben nicht gerade der berühmte Risk-Taker und muss eigentlich immer genau wissen, was mich erwartet). Einfach genial. Dass ich mich DAS getraut habe, DIESES Gefühl danach, werde ich mir sicher bei meiner nächsten Hürde im Leben / Business wieder in Erinnerung rufen!

So und jetzt mein Fazit: Schubsen lassen, vertrauen, gemeinsam etwas schaffen, Kopf aus, machen und STOLZ SEIN!

2 Kommentare
  1. Jess sagte:

    Liebe Bianca,
    herrlich….ganz toll geschrieben, ich sehe dich förmlich im Boot sitzten mit den Mädels. Sehr bildlich und so viel Wahres dran! ja einfach trauen, einfach machen, einfach tun und gnaz wichtig, Spass dabei haben!!!!
    Danke dir, du solltest öfter verrückte Dinge machen :)
    Lg Jess

    Antworten
    • Bianca sagte:

      Danke dir liebe Jess, wir haben uns auf eine jährliche Frequenz geeinigt ;-). Bis zur nächsten Erlebnis-Business-Erkenntnis musst du wohl noch etwas warten…

      Antworten

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