WOW Angebote erstellen

Nie wieder langweilige Angebote

– das wäre doch toll. Für dich und deine Kunden, oder?

Aber wie schaffst du es, dass deine Events nicht so klingen:

  • Fotoworkshop für Einsteiger
  • Mobile Massage für mehr Entspannung
  • Yogakurse: Werde gelassen
  • Waschen, Schneiden, Föhnen

Zu genau diesem Thema habe ich in den letzten beiden Wochen zwei Mal mein Marketing Frühstück durchgeführt. Für alle, die nicht dabei sein konnten, habe ich das Wichtigste noch einmal in diesem Beitrag zusammen gefasst.

WOW Angebote erstellen

Teil 1: Warum brauche ich überhaupt Knaller-Angebote?

Wir werden quasi zugebombt mit tollen Angeboten, spannenden Veranstaltungen und einmaligen Produkten. Und unsere Kunden leider auch. Mit einem 08/15-Angebot können wir die Aufmerksamkeit von potentiellen Kunden nicht auf uns ziehen. Wir müssen uns etwas einfallen lassen, um in der Masse aufzufallen und hervorzustechen. Langweilige Produktnamen oder Veranstaltungen können wir uns nicht mehr erlauben. Sie gehen in der Masse einfach unter.

Und selbst, wenn wir es mit einem guten Köder geschafft haben (der Name lockt), dann müssen wir es schaffen, dass sich unsere potentiellen Kunden trotz Zeitmangel näher mit uns und unseren Produkten beschäftigen. Der Name hat vielleicht ihre Aufmerksamkeit erregt, aber wir müssen nun halten, was wir versprechen. Der Inhalt muss ebenso gut sein wie der Name, damit die Kunden sich weiter informieren, anfragen, kommen und kaufen.

Wir kämpfen gegen die Informationsflut und den Zeitmangel an. Ich wiederhole mich:

Mit langweiligen Angeboten werden wir das nicht schaffen!

Aber wahrscheinlich ist dir das klar, sonst würdest du diesen Artikel nicht lesen. Kommen wir zum Wesentlichen – wie schaffst du es, dass deine Zielgruppe deine Angebote für „relevant“ hält? Dafür muss sie sich angesprochen fühlen – als richtige Person für dein Angebot und es sollte attraktiv sein.

Teil 2: Die richtige Zielgruppenansprache

Viele begehen den Fehler und verwenden nicht die richtigen Begriffe, die die eigene Zielgruppe hören möchte.

Am ersten Beispiel oben wird das sehr deutlich. Wer bezeichnet sich selber schon als Einsteiger? Ich habe spaßeshalber mal das Suchvolumen für „Fotoworkshop Einsteiger“ gecheckt und siehe da, der Begriff „Einsteiger“ wird gar nicht in Google gesucht. Bei „Anfänger“ sieht das schon ganz anders aus!

Zu Beginn meiner Selbständigkeit konnte kaum jemand etwas mit „Marketing“ anfangen. Es wurde immer mit Werbung gleich gesetzt. Wenn ich von meinen Leistungen sprach, musste ich so kommunizieren, dass man mich verstand. Ich bin dann den oft Umweg gegangen über „Werbung ist ein Teil des Marketings, aber ich unterstütze z.B. auch bei der richtigen Preisfindung“. Hätte ich nur von Marketing gesprochen, wären sicher viele abgesprungen.TEs kommt also sehr auf die Wortwahl an. Was versteht mein Kunde? Wonach sucht er? Was braucht er aus seiner Denkweise? Viele brauchen ihrer Meinung nach eine neue „Homepage“ – aber mit einer neuen „Startseite“ ist es ja nicht getan. Sie brauchen eine korrekterweise neuen Webseiten. Wieder ein Beispiel, wie man an seiner Zielgruppe vorbei kommunizieren kann…

Aber wie findest du nun die richtigen Begriffe für deine Angebote?

Frage deine Zielgruppe einfach danach! Aber nicht platt nach dem Motto: Brauchst du eine neue Homepage oder neue Webseiten? Sondern eher subtil: Wenn du einen neue Webpräsenz aufbauen möchtest, was bräuchtest du? Oder: Wenn du dich mit deiner Kamera nicht so gut auskennst, wie würdest du dich dann bezeichnen? Wie wäre dein Kenntnisstand?

Notiere dir die Begriffe, die dein Gegenüber verwendet. Sie sind der allerbeste Hinweis auf die Wörter, die du verwenden solltest!

Du kannst auch Googles Vorschläge nutzen. Google schlägt dir automatisch häufig gesuchte Begriffe vor. Wenn du „Fotoworkshop“ in das Suchfeld eingibst, kommen eine Reihe von Städten. Ein Hinweis darauf, dass du bei lokalen Veranstaltungen die Region mit aufnehmen könntest. Bei „Fotoworkshop für“ kommt als Vorschlag „Kinder, Anfänger, Fortgeschritten und Profis“. Nix von Einsteigern :-)

Ein paar Tipps für gute Namen, Titel etc. möchte ich dir noch auf den Weg geben:

1.  Für Namen und Überschriften sind sogenannte Powerwörter immer gut. Im Artikel „Powerwörter, die für jeden gelten“ habe ich schon einmal etwas darüber geschrieben. Aber Vorsicht vor Superlativen, denn diese wirken schnell unglaubwürdig!

2. Impliziere Einfachheit. Mit Namen wie „3 Dinge, die…“ vermittelst du, dass das, was du verkaufst, nicht allzu kompliziert ist. Und wer will es nicht einfach?

3. Formuliere Lösungen und nicht Produkte! Nicht „Diät-Coaching“, sondern „Abnehmen in 3 Wochen“. Nicht Fotoworkshop, sondern „Schärfere Fotos in 60 Minuten“

4. Wortspiele und witzige (fast freche) Formulierungen kommen auch gut an. Wie wäre es mit „Auf die Blende, fertig, los“ oder „Iso, das unbekannte Wesen“. Das Thema (und auch dein Charakter) sollten dann aber zu dieser etwas lockereren Art passen. Sonst erwartet der Kunde vielleicht etwas Falsches.

Grundsätzlich gilt bei der Beschreibung deiner Produkte: Formuliere von spannend zu unwichtig. Wichtige Informationen gehören an den Anfang, unwichtigere ans Ende (Bsp: Die Lösung zu Beginn, Datum oder Preis ans Ende).

Teil 3: Kreative Angebote auf Kommando „Kreativitätstechniken“

In diesem Artikel (Klick) habe ich schon einmal meine beliebtesten Kreativitätstechniken beschrieben.

Die ABC-Methode ist besonders gut geeignet, um neue Namen oder einfach mal andere Begriffe als sonst zu finden. Nimm dir ein Blatt Papier und schreibe untereinander die Buchstaben von A bis Z auf. Dahinter sammelst du Begriffe, die zu deinem Thema passen. Fällt dir zu einem Buchstaben nichts ein, frag einfach dein Umfeld. Sie finden bestimmt noch den einen oder anderen Begriff. Oder du legst die Liste einfach mal ein paar Minuten zur Seite. Du wirst sehen, nach einiger Zeit kommen dir noch weitere Ideen. Das liegt daran, dass du dein Unterbewusstsein damit beauftragt hast und es heimlich weiter arbeitet. Hol dir den Staubsauger oder ein gutes Buch und vergiss die Liste – schwupps, die Ideen kommen!

Meine Lieblingsmethode ist aber die dort beschriebene 6-3-5-Methode. Hierbei spinnst du Gedanken von anderen weiter. Wie es funktioniert, kannst du hier nachlesen oder du googelst es. Das Tolle daran ist, dass man sich nicht einfach so etwas ausdenken muss, sondern durch die Gedanken der anderen eine Vorlage hat. Zu diesen Gedanken schreibt man seine eigenen Assoziationen und am Ende der Runde hat jeder einen Zettel voller Gedanken. Wichtig ist, dass das Thema recht scharf umrissen ist. Je genauer die Frage oder die Problemstellung, umso eindeutiger und greifbarer die Ideen. Bei schwammigem Thema kommen oft nur sehr allgemeine Gedanken raus.

Nie wieder langweilige Angebote! Das sollte dein Ziel sein.

Und jetzt ab in die kreative Ecke, Papier und Stift holen und Überschriften und Texte aufpeppen.

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