Ziele erreichen

Ziele: Wie ich „nur drei Stunden am Tag arbeite“  und sie trotzdem erreiche

Nein, es sind nicht nur drei Stunden und es ist auch nicht ganz freiwillig. Denn dieser Beitrag ist nicht nur einer mit Tipps, die ich gerne teile. Er hat auch einen persönlichen Touch… Aber lass mich erklären. Mein Sohn geht in die zweite Klasse und die Schule hat – sagen wir es mal so – nicht den besten Umgang mit Problemen wie Mobbing. Um einigen Situationen aus dem Weg zu gehen, hole ich ihn zur Zeit sehr oft bereits um 12:30 Uhr aus der Schule ab. Meine Tochter geht gegen 8:45 Uhr in die Kita. Und so bleiben mir auf den ersten Blick genau drei Stunden, um zu arbeiten. Ja, meine festen Arbeitszeiten gehen gerade von 9 – 12 Uhr. Von den anderen Eltern höre ich dann: „Naja, wenn du dir das finanziell leisten kannst“ oder „Toll, dass du nur so wenig arbeiten musst“. Wenn es mal so einfach wäre. Wir stecken alle mal in Phasen, wo wir weniger arbeiten können als wir vielleicht müssten. Manchmal sind wir selber krank, die Prioritäten liegen nicht im Job (wie bei mir gerade) oder was auch immer. Das kommt vor.

Wie ich trotzdem effektiv arbeite und meine mir selbst gesteckten Ziele erreiche

Zum einen arbeite ich noch strukturierter und fokussierter als sonst. Ich setze mir ein größeres Ziel und Zwischenziele, alle mit festem Datum, notiere mir ToDos und ordne nach Priorität. Das hilft mir, mich nicht mit unwichtigen Sachen zu vertrödeln. Und zusätzlich werden in diesen drei Stunden alle Ablenkungsquellen ausgeschaltet. Kein Facebook-Surfen, keine privaten Telefonate und die Waschmaschine wird erst später ausgeräumt.  Ich bin weder für den Hund, den Postmann oder meinen Mann zu sprechen. Ich ARBEITE! Das erfordert eigentlich NUR Disziplin. Stell dir mal deinen typischen Arbeitstag von vielleicht 6-8 Sunden vor und zieh alles ab, was dich nicht effektiv nach vorne bringt – und sei ehrlich zu dir. Wie viel Zeit bleibt dann übrig – genau, wahrscheinlich so drei Stunden :-).

Plane voraus, arbeite strukturiert und halte den Fokus!

Aber das ist noch nicht alles. Ich setze im Moment verstärkt auf Multiplikatoren. Die Frage ist also: Wie schaffe ich es, in der gleichen Zeit mehr Menschen zu erreichen? Statt Einzelcoachings biete ich im Moment mehr Gruppenangebote wie z.B. Workshops an. So kann ich in einer Stunde auf den Gewinn kommen, für den ich sonst 2-3 Stunden bräuchte. Statt in meinem eigenen Kopf Karussell zu fahren und nach Lösungen zu suchen, habe ich mir eine MasterMind Gruppe geschaffen. So denken gleich mehrere Leute bei meinem Problem mit und gemeinsam finden wir schneller eine Lösung. Kooperationen sind super tolle Multiplikatoren. Sie erhöhen meine Reichweite, indem sie tagtäglich mit Personen zu tun haben, die ich sonst gar nicht erreichen würde, sie empfehlen mich weiter, ergänzen mein Angebot perfekt, so dass ich mich gerade in solchen Situationen nicht als Einzelkämpfer fühle. Besonders auf den Effekt von Empfehlungsmarketing setze ich gerade besonders. Und das wiederum reduziert meine eigene Zeit, die ich sonst in die Akquise stecke.

Nutze Multiplikatoren!

Und last but not least ist da ja noch mein Lieblingsfaktor: meine Positionierung! Dank meiner klaren Positionierung nehme ich im Moment wirklich nur die Aufträge an, die mir echt gut und schnell von der Hand gehen und mir Spaß machen. Keine Schreibarbeiten (in Bezug auf Positionierung unterstütze ich manchmal bei Homepagetexten, Angebotsformulierungen u.ä.), keine Social Media Tipps – nur Aufträge, die zum meinem Kernbereich gehören: Angebot, Zielgruppe & Kommunikation! Und dann auch nur mit Lieblingskunden – keine, von denen ich ahne, dass es mit ihnen etwas „anstrengender“ und langwierig wird. Das hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern ist ausschließlich der Situation geschuldet, dass ich mit den vorhanden Zeitressourcen das Beste rausholen muss. Denn bei einer perfekten Positionierung kommt noch ein toller Faktor dazu: der FLOW! Wenn du mit Menschen arbeitest, die einfach nur toll sind, über Themen schreibst, die dir so aus der Feder fließen, Workshops vorbereitest, die du selbst im Schlaf halten könntest, geht einfach alles SCHNELLER. Es läuft sozusagen!

Beschränke dich auf deine Kernaufgaben und komme in den Flow!

Und jetzt kommen wir zu dem Teil, der aus den „nur drei Stunden“ dann doch ein wenig mehr macht. Der persönliche Teil an dieser Geschichte. Meine tägliche feste Arbeitszeit ist gerade von 9 bis 12 Uhr. Was Außenstehende aber NICHT SEHEN: ich arbeite auch dann, wenn sie selber es nicht tun! Nachmittags in der Schwimmhalle, wenn der Große seine Bahnen zieht, abends, wenn die Kinder im Bett sind, am Wochenende, wenn der Papa die Radtour übernimmt. Und gefühlte zig Tausend Mal am Tag arbeite ich einfach zwischendurch am Handy. Da werden Emails gelesen oder beantwortet, Social Media Posts erstellt, Fotos per App bearbeitet, Blogideen schnell gespeichert – irgendwie auch Arbeitszeit. Nichts, was mich am Stück wirklich etwas schaffen lässt, dafür brauche ich die Schreibtischzeit, aber es sind alles Sachen, die gemacht werden müssen und sich so gut einbauen lassen. Liebe Mama, die mich immer bereits mittags an der Schule sieht. Ja, ich arbeite für mein Geld. Mehr als du denkst. Und liebe Mama, die mich auf dem Spielplatz merkwürdig anguckt, weil ich mein Handy in der Hand habe. Ja, ich beschäftige mich nachmittags mit dem Handy, obwohl meine Kinder dabei sind. Aber ich bin da, wenn sie mich mehr brauchen. Im Moment jeden Mittag vor der Schule.   Fazit: 1.) Du kannst mit wenig Zeit viel schaffen und so auch deine Ziele erreichen. Konzentriere dich auf das, was dich wirklich voran bringt! 2) Es ist nicht immer alles so wie es auf den ersten Blick scheint.

7 Kommentare
  1. Jasmin sagte:

    Hallo Simone,
    Ich hab mich gefragt, wie andere das so machen. Ich bin gerade sehr erleichtert, dass ich nicht alleine bin. Auch ich hab eigentlich nur drei Stunden Arbeitszeit. Manchmal sogar weniger.
    Das tolle und schöne an dem fokussierten Arbeiten ist, so finde ich, dass man immer klar für die aktuelle Tätigkeit da ist. Also auch Social Media ist dann eigentlich nicht neben her, sondern bewusst.
    Ich mache auch aus meinen Aufgaben Projekte. Irgendwie ist das Gefühl besser, wenn man den Fortschritt sieht. Auch wenn es wiederkehrende sind.

    Vielen Dank für die Motivation

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  2. Simone sagte:

    Liebe Bianca,

    was für ein herrlicher Text! Ich kenne Deine Situation nur zu gut und ich denke, Dein Umgang damit ist genau der Richtige. Es ist so wichtig, auf die eigenen Ressourcen zu achten und darauf zu pfeifen, was andere sagen oder denken

    Liebe Grüße
    Simone

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    • Bianca sagte:

      Liebe Simone, ich danke dir für deine motivierenden Worte. Manchmal muss eine Mutter eben tun, was eine Mutter tun muss :-). Es ist ja hoffentlich nur eine „Phase“. Viele Grüße, Bianca

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  3. Susi sagte:

    Voll gut geschrieben, liebe Bianca. :) Eat that frog!
    Und ja, als Selbständige hat man seinen ganz persönlichen Terminkalender. Und du kriegst das großartig hin!
    Ich werfe dir einen wow-du-bist-toll-Blick zu. ;)

    Alles Liebe,
    Susi

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    • Bianca sagte:

      Ach Susi, ich danke dir. Für diesen Blick ;-), deine Motivation und für deine immer vorhandene Unterstützung. Der Frosch befindet sich bereits im Mund. Ich überlege jetzt noch, ob ich ihn noch kaue oder gleich runterschlucke…:-)

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