Positionierung auf der Homepage

Keine erkennbare Positionierung auf deiner Homepage ist verschenktes Potential!

Vorletzte Woche ging es um dunkle und gruselige Stunden. Dieses Mal möchte ich euch etwas darüber erzählen, wie oft ich auf eine gruselige Homepage stoße. Naja, nicht direkt gruselig, aber erschreckend. Denn ich finde es erschreckend, wie viel Potential auf der eigenen Homepage vergeudet wird. Da werden die Leser erst einmal mit unbedeutenden Selbstverständlichkeiten begrüßt „Schön, dass sie uns gefunden haben. Wir sind sicher, dass wir Ihnen helfen können.“ Blablabla… (weiter unten mehr dazu)

Ich weiß, bei einigen steckt wirklich viel Denkarbeit in der Seite. (Mal die eigene, manchmal die eines Bekannten, manchmal die eines Designers) – ganz nach dem Motto: „In meinem Kopf hat es gerade noch Sinn gemacht“.

Aber nicht du selbst sollst deine Homepage verstehen, sondern dein Leser bzw. dein Kunde!

So passiert es immer wieder, dass ich auf Webseiten gelange und nicht schnell genug erkennen kann, worum es überhaupt geht. Was wird hier überhaupt angeboten und für wen?

7 wichtige Elemente, mit denen du deine Positionierung zeigst

Damit das deinen Lesern nicht auch passiert, möchte ich dir in diesem Artikel näherbringen, worauf du bei der Gestaltung und dem Betexten deiner Homepage achten solltest. Falls du noch keine Webseite besitzt, kannst du dir natürlich auch anhand der folgenden sieben Tipps ein Konzept basteln. Andernfalls empfehle ich dir, deinen Webauftritt mithilfe der folgenden Tipps auf Herz und Nieren zu überprüfen.

Deine Zielgruppe

Wusstest du, dass runde Designelemente deine Webseite viel harmonischer wirken lassen als Ecken und Kanten? Und dass du mit den Farben auf deiner Homepage die Gefühle deiner Leser indirekt beeinflussen kannst? Nein, dann wird es Zeit, dir bewusst zu machen, dass du nichts auf deiner Webseite dem Zufall überlassen solltest.

Doch um zu wissen, womit du deine Zielgruppe besonders ansprichst (verbal und nonverbal), musst du zunächst herausfinden, wer dein Wunschkunde ist und an wen sich deine Dienstleistungen oder Produkte richten. Zu oft erlebe ich, dass dies für Unternehmer der schwerste Schritt ist, der allzu gerne übersprungen wird. Doch damit tust du dir keinen Gefallen, denn die Kenntnis, wie deine Zielgruppe tickt und wie du sie ansprichst, ist grundlegend für alle weiteren Marketingaktivitäten.

Wen möchtest du ansprechen? Frauen, Männer, Powertypen, Introvertierte, Jugendliche oder Senioren?

Nachdem du ein klares Bild von deinen Kunden und Lesern hast, kannst du dich an die verbale und nonverbale Kommunikation auf deiner Seite machen.

Hierzu ein paar Tipps:

  • Beschäftige dich mit dem Thema Farbpsychologie, um die passendste Farbe für deine Zielgruppe und dein Produkt zu finden. Das wird nicht zwangsläufig deine Lieblingsfarbe sein – aber auf deiner Webseite geht es ja nicht um dich, sondern viel mehr um deine Kunden!
  • Nutze passende Formen und Symbole, die deine Aussagen dezent unterstreichen (etwa runde Bildausschnitte, das Logo, Bullet Points etc).
  • Auch die gewählte Schrift ist wichtig. Serifenlose Schriften wirken leicht und minimalistisch, Handschriften persönlich, Serifenschriften traditionell und edel.
  • Nutze passende Begriffe, die deine Leser verstehen.
  • In deinen Texten sollte „DU“ häufiger vorkommen als „ICH“ – denn stellst du den Interessenten in den Mittelpunkt.

Deine Botschaft

Die Botschaft auf deiner Homepage soll auf den ersten Blick klarmachen, warum deine Zielgruppe dich braucht und was du für sie tun kannst.

Stell dir vor, dein potentieller Kunde hat nur wenige Sekunden Zeit, deine Homepage zu lesen. Was soll bei ihm hängen bleiben? Woran soll er sich erinnern? Wie wird er dich wiederfinden?

Deine Botschaft ist die Kernaussage deines Unternehmens. Was ist dir besonders wichtig?

Positionierung Homepage

Dein Headerbild

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Doch was sagt dein Headerbild über dich und deine Leistungen aus? Vermittelt das Bild auf deiner Webseite genau das, was du möchtest? Unterstützt es deine Botschaft? Erzeugt es die gewünschten Emotionen?

Hier einige Tipps für die Auswahl des Headerbildes auf deiner Homepage:

  • Zeigt es offensichtlich die Lösung für das Problem der Zielgruppe?
  • Stellst du deine Zielgruppe direkt erkennbar dar?
  • Erkennt sich dein Wunschkunde wieder bzw. kann er sich damit identifizieren?

Beginne mit der Google Bildersuche. Die dort gefunden Bilder solltest du aus Lizenzgründen zwar nicht verwenden, aber sie geben dir eine grobe Richtung vor oder bringen dich auf auf eine Idee, auf die du vielleicht gar nicht gekommen wärst. Gib ein Stichwort deiner Botschaft in die Suche ein und lass dich führen. Wenn du ein gutes Motiv gefunden hast, gib das passende Stichwort dazu ein und suche weiter und immer weiter. Zu guter Letzt kannst du mit diesem einen bestimmten Keyword in die Bildersuche von Bildportalen wie fotolia, pixabay oder unsplash gehen (teils mit Lizenzen, teils kostenpflichtig!). Warum der Umweg über Google? Es gibt hier viel mehr Bilder, die zusätzlich viele Motive im übertragenen Sinn dein Keyword zeigen. Die Bildportale arbeiten häufig mit genau dem Motiv, das du in die Suche eingegeben hast.

Die Überschrift

Was ist das Erste, das deine Wunschkunden auf deiner Webseite lesen? Oft lese ich etwas in der Art wie „Herzlich Willkommen“ … das ist nett. Aber ausbaufähig. Stell dir vor, der Leser kommt gerade auf deine Seite, Browser stürzt ab und alles was hängen blieb war im schlimmsten Fall ein nichtssagendes Headerbild und „Herzlich Willkommen“. Tja, dumm gelaufen! Dass dein Leser dich wiederfindet, ist ziemlich unwahrscheinlich.

Daher sollte in der ersten Überschrift deine Botschaft kurz und knackig formuliert sein. Worum geht es bei dir?

(Kleiner Tipps für Kenner: Formatiere diese Überschrift als H1-Überschrift und bringe darin ein oder mehrere Keywords unter – die Suchmaschinen werden dich dafür lieben).

Dein USP im Text

Im Text geht es darum, deinen Besucher in einen ernsthaften Interessenten zu verwandeln. Dies gelingt dir am ehesten, wenn du dein Alleinstellungsmerkmal – also das, was dich besonders und anders macht – herausstellst. Allerdings nicht in der ICH-Form. Formuliere stattdessen, wie dein Wunschkunde von dir profitiert. Also nicht „ICH sorge dafür, dass…“ Sondern „Wenn DU yx brauchst, dann versuch doch mal…“ oder so ähnlich.

Der Text auf deiner Startseite sollte strukturiert, kurz und auf den Punkt darstellen, warum dein Besucher unbedingt weiterlesen, weiterklicken oder dich kontaktieren soll.

Worüber konntest du schreiben? Hier eine kleine Checkliste:

  • Vertiefst du deine Botschaft, die sich im besten Fall schon im Headerbild und der ersten Überschrift wiederfindet?
  • Ist der Inhalt für deine Positionierung relevant?
  • Stellst du Probleme dar? (Schmerzpunkte zu erwähnen, kann im Marketing manchmal äußerst wirksam sein.)
  • Und welche Lösungen bietest du?
  • Wirkst du kompetent und sympathisch? Zeige dich!

Leistungen

Du solltest deine klar beschriebenen Leistungen auf einer extra Seite darstellen. Der Weg dahin sollte klar in der Navigation erkennbar sein und eventuell durch einen Link auch noch mal im Text auftauchen, damit dein Interessent auf jeden Fall deine konkreten Leistungen findet.

Für einen schnelle und klare Erfassung deiner Leistungen empfehle ich dir eine Übersicht, die in jedem Fall

  • den genauen Inhalt deiner Dienstleistung/ des Produkts,
  • den Umfang bzw. die Dauer und
  • Preis

beinhalten.

Über mich-Seite

Vor dieser Seite schrecken die meisten meiner Kunden zunächst zurück. Viele scheuen sich, Privates ins Netz zu bringen. Doch ganz ehrlich: Das sollst du auch gar nicht. Babyfotos, deine Konfektionsgröße oder andere Details gehören hier nämlich gar nicht hin.

Es geht vielmehr darum, dass deine Interessenten dich persönlich besser kennenlernen:

  • Wie bist du zu deinem Business gekommen?
  • Warum brennst du für dieses Thema?
  • Wie tickst du?

Deine Leser möchten wissen, ob sie gut mit dir zusammen arbeiten können und ob sie dich sympathisch finden.

Und die Über Mich-Seite hat noch ein zweites Ziel: Sie stellt eine Verbindung zwischen dir und dem Leser her. Zeige, dass du weißt, wie es deinen Kunden geht und dass du ihre Situation kennst. Der Leser spürt, dass du kompetent bist auf diesem Gebiet. Du weißt, wovon du sprichst und kannst wirklich helfen.

So, das waren jetzt einige schwer verdauliche Punkte – ich weiß. Und du wirst vielleicht nicht alles sofort umsetzen und ändern können. Aber wenn du die 7 Elemente auf deiner Homepage anpasst und so deine Positionierung deinen Lesern klar machst, dann kannst du damit nur punkten. Denk daran, dass deine Leser nicht ewig Zeit haben, erst mal auf zig Seiten zu suchen, ob ein Anbieter die Lösung bietet, die er für sein Problem braucht. Mach es deinen Wunschkunden einfach, ihr Problem zu lösen und dich zu buchen 🙂

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